Pilotprojekte

Parallel zur mehrphasigen Entwicklung des Logistik 2030+ Aktionsplans sollen Pilotprojekte initiiert und begleitet werden. Ziel ist es, Ideen praxistauglich zu testen und somit die künftigen Umsetzungschancen von Konzepten rasch beurteilen zu können.

Wenn es in Ihrem Wirkungsbereich Ansätze gibt, die im Rahmen des Projektes Logistik 2030+ zu Pilotprojekten entwickelt werden können, freuen wir uns über Ihre Mitwirkung!

Vorstellung der Pilotprojekte

Die im Rahmen von Logistik 2030+ initiierten bzw. begleiteten Pilotprojekte werden an dieser Stelle vorgestellt. Diese Liste wird laufend aktualisiert. Für Details klicken Sie bitte auf das jeweilige Pilotprojekt.

GÜMORE - Güterverkehrsmodell Ostregion
Worum geht es im Projekt
Aufbau eines realitätsnahen und prognosefähigen Güterverkehrsmodells für die Ostregion

Die Steuerung des Güterverkehrs ist in den letzten Jahren in den Fokus der öffentlichen Verwaltung gerückt. Insbesondere in den Ballungsräumen wird unter dem Begriff City-Logistik versucht, die städtische Infrastruktur zu entlasten und gleichzeitig die Versorgungsqualität in der Stadt zu verbessern. Darüber hinaus nutzt der Güterverkehr die Straßen wegen der hohen Achslasten wesentlich stärker ab als der Personenverkehr und ist somit für die Planung der Straßenerhaltung von essentieller Bedeutung.

Diese Problemlage motiviert die Länderverwaltungen in der Österreichischen Ostregion – Wien, Niederösterreich und das Burgenland – zum Aufbau eines Planungsverkehrsmodells für den Güterverkehr. Im Projekt GÜMORE werden daher Experten aus unterschiedlichen Fachgebieten – Verkehrsplanung und Verkehrsmodellierung, Logistik, Straßenerhaltung, öffentliche Verwaltung – in einem interdisziplinären Team zusammenarbeiten und vorhandene Vorgehensweisen mit neuen Ansätzen und Erhebungen zu einem Güterverkehrsmodell für Straße und Schiene kombinieren, das den Güterverkehr in hoher Qualität maßnahmensensitiv und prognosefähig abbildet.
Projektpartner
  • Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) GmbH/ITS Vienna Region
  • TU Graz - Institut für Straßen- und Verkehrswesen
  • HERRY Consult GmbH
  • Econsult Betriebsberatungs GmbH
  • TU München – TUM Institute for Advanced Study
  • BOKU - PWL – Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik
Projektlaufzeit
06/2018 - 05/2021
Finanzierung
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“ durch das BMVIT gefördert.
Ansprechpartner
DI (FH) Christian Hiesel, ITS Vienna Region
DI Dr. Hans Fiby, ITS Vienna Region
MiHu - Analyse von Kooperationsmöglichkeiten für urbane Midi-Hubs
Worum geht es im Projekt
Standortwahl und Analyse von Ablauf- und Kooperationsmöglichkeiten innerhalb eines kooperativen Midi-Hubs

Der Begriff Midi-Hub bezeichnet ein innerstädtisches Güterkonsolidierungszentrum, das die Kapazität besitzt, einen größeren Stadtteil mit Gütern zu versorgen, und das von mehreren Dienstleistern (Kurier-Express-Paket-Dienste und Stückgüter/Paletten) gemeinsam genutzt wird. Das Projekt MiHu analysiert und testet potenziell geeignete Standorte für einen Midi-Hub innerhalb der Stadt Wien. Dabei werden die Auswirkungen von unterschiedlichen Hub-Systemen abgeschätzt und die Veränderungen im Verkehr durch den Midi-Hub getestet. Abschließend werden Empfehlungen für zukünftige kooperative Midi-Hubs abgegeben.
Geplante Maßnahmen
  • Definition eines Midi Hubs gemäß den Erwartungen unterschiedlicher Stakeholder-Gruppen
  • Szenarien-Entwicklung für die kooperative Nutzung von Hubs
  • Analyse von Geschäftsprozessen
  • Entwerfen des Optimierungsmodells und Simulation
  • Empfehlungen und Handlungsanweisungen für die Umsetzung von Midi-Hubs
Projektpartner
  • MA18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung
  • FGM - Forschungsgesellschaft Mobilität gemeinn. GmbH
  • Universität für Bodenkultur, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik
  • Wirtschaftsuniversität Wien – Forschungsinstitut für Supply Chain Management
  • LNC - LogisticNetwork Consultants GmbH
Projektlaufzeit
09/2018 - 08/2020
Finanzierung
Das Projekt wird im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“ durch das BMVIT gefördert.  
AnsprechpartnerInnen
DI Angelika Winkler (MA 18); angelika.winkler@wien.gv.at
DI Dieter Häusler (MA 18); dieter.haeusler@wien.gv.at
Dr. Patrick Hirsch (BOKU); patrick.hirsch@boku.ac.at
Mag. Alexandra Anderluh (WU Wien); alexandra.anderluh@wu.ac.at
Mikro-Hubs und Midi-Hubs für eine nachhaltige Logistik
Worum geht es im Projekt
Konsolidierung der Transporte für die letzte Meile und Umstieg auf alternative Antriebe und Fahrzeugtechnologien

Mikro- und Midi-Hubs tragen dazu bei, den städtischen Güterverkehr durch Konsolidierung von Güterströmen bei tendenziell wachsendem Transportaufkommen effizienter und ökologischer zu gestalten. Die Anforderungen an Mikro-Hubs bzw. Midi-Hubs sind dabei vielfältig. Zu berücksichtigen sind vor allem die Transportnetzwerke, die die Städte mit dem städtischen Umland verknüpfen. Gemeinsam gilt es hierfür passende regionalspezifische oder branchen- bzw. prozessorientierte Konzepte zu entwickeln und umzusetzen. Mögliche Ansätze zur Etablierung solcher „White label“-Hubs umfassen den freiwilligen Zusammenschluss von Kaufleuten (change of address) oder verkehrspolitische Maßnahmen (z.B. Fahrverbote).

Als Planungsgrundlagen für innovative Hub-Konzepte wurden einige Parameter und Ausprägungen von Hubs gemeinsam diskutiert und zusammengefasst, die den Bedarf für integrative Planungsprozesse sichtbar machen:
Projektpartner
  • Nachhaltige Logistik 2030+ Niederösterreich - Wien
  • Thinkport Vienna
Ansprechpartner
Martin Posset
Leiter Bereich Innovation
Thinkport Vienna
https://www.thinkportvienna.at
Screening Logistikflächen
Worum geht es im Projekt
Aufzeigen von Potentialflächen für die Logistik auf Wiener Stadtgebiet zum Schutz vor anderen Nutzungen

Angesichts der rasch wachsenden EinwohnerInnenzahl und der verloren gegangenen Betriebsflächen im Stadtgebiet zu Gunsten von Wohngebieten ist die Sicherung und Steigerung der Nutzungseffizienz der verbleibenden Flächen für Aktivitäten rund um die Logistik aktiv zu unterstützen.

Im Rahmen des Projekts Logistik 2030+ wird ein zukunfts- und umsetzungsorientierter Aktionsplan für die Region Wien-Niederösterreich erarbeitet, im Zuge dessen auch eine Flächenanalyse durchgeführt wird. Dabei wird das Standort- und Flächenangebot für den Logistikbereich im Wiener Stadtgebiet und in Niederösterreich ermittelt. Nach Feststellung der Eignung potentieller Flächen für Logistikzwecke wird ein gemeinsamer Plan für Wien und Niederösterreich erstellt.
Geplante Maßnahmen
  • Datensammlung für GIS-Analyse
  • Erfassung, Kennzeichnung und Kategorisierung von Logistikflächen
  • Analyse der Gebiete hinsichtlich Eignung für transportaffine Betriebe
  • Bewertung von Zonen und Flächen hinsichtlich Eignung für die Logistik
  • Vorschlägen zur Planung neuer bzw. Sicherung alter Logistikstandorte auf Basis des Wiener Fachkonzepts Produktive Stadt
  • Einbindung der Grundeigentümer der identifizierten Logistikstandorte in zukünftige Planungen
Projektpartner
  • Land Niederösterreich
  • Wirtschaftskammer Niederösterreich
  • Wirtschaftskammer Wien
  • Büro Dr. Paula
Projektlaufzeit
02/2018 - 09/2018
Finanzierung
Die Analyse für Wien wird von der MA 18 und die Analysen für Niederösterreich vom Land Niederösterreich finanziert.
AnsprechpartnerInnen
DI Angelika Winkler (MA 18); angelika.winkler@wien.gv.at
DI Dieter Häusler (MA 18); dieter.haeusler@wien.gv.at
DI Andrea Faast (WKW); andrea.faast@wkw.at
DI Dr. Andreas Dillinger (WKW); andreas.dillinger@wkw.at
DI Christian Popp (Land NÖ); christian.popp@noel.gv.at
Wastebox.biz - Reduktion Baustellenverkehr
Worum geht es im Projekt
Reduktion der Entsorgungsverkehre auf einer Großbaustelle im Raum Wien und einer Großbaustelle im Raum Niederösterreich durch die Nutzung der Plattformtechnologie wastebox.biz  Über die Plattform und eine Smartphone-App werden mehrere Entsorgungs-Dienstleister gemeinsam „koordiniert“, indem der Ladeträger-Stellauftrag (Big Bag, Mulden, Container) und/oder der Abholauftrag des Poliers dem gerade räumlich nächstgelegenen ´freien´ Dienstleister zugewiesen / von diesem übernommen wird. Stichwort: „Meldung an alle verfügbaren & logistisch am günstigsten positionierten Fahrzeuge“. Im Pilotprojekt sollen die teilnehmenden Unternehmen den Nutzen (Logistikvorteil) erkennen und begleitend die Verkehrsreduktion nachgewiesen werden.
Projektpartner
  • pink robin GmbH
  • Wirtschaftskammer Wien
  • Wirtschaftskammer Niederösterreich
Projektlaufzeit
06/2018 – 09/2019
Finanzierung
Die Plattformtechnologie wurde überwiegend durch Eigenmittel der Saubermacher Dienstleistungs AG finanziert. Es wurden außerdem FFG Förderungen genutzt. Aufwendungen für Pilotanwendungen in Wien und Niederösterreich werden durch Eigenmittel und in-kind Beiträge der Projektpartner finanziert.
Beitrag zu Logistik 2030+
Durch die Optimierung der Logistik, indem die logistisch bestpositionierten LKWs informiert werden und den Auftrag dann auch durchführen, sowie durch den Vorschlag der nächstmöglichen Verwertungseinrichtungen kann der Baustellenverkehr durch ein besseres Zeitmanagement flüssiger ablaufen, Stehzeiten etc. werden vermindert. Andererseits wird durch kürzere Anfahrtswege und kürzere Wege zu nahegelegenen Verwertungseinrichtungen der innerstädtische oder regionale Verkehr reduziert und werden CO2 Einsparungen generiert.
Ansprechpartner
Stefan Klanner Geschäftsführer Pink robin gmbh Hans-Roth-Straße 1, 8073 Feldkirchen bei Graz s.klanner@wastebox.biz https://www.wastebox.biz