
Logistikflächen und die daraus resultierenden Verkehrsströme intelligent weiterentwickeln
Wissen und Daten über Auswirkungen des Verkehrs bilden die Grundlage für die Entwicklung zukunftsfähiger Logistikstandorte. Diese Informationen helfen jeweils Beteiligten bei der Prüfung bestehender und potenziell neuer Betriebsflächen. Unter Berücksichtigung der Auswirkungen auf die Verkehrsströme und das lokale Umfeld wird die effiziente Gestaltung von Lieferketten unterstützt.
Was wir erreichen wollen
In Metropolregionen erfordert die zunehmende Urbanisierung und Verdichtung umfassende Versorgungsstrategien, um die vielfältigen Anforderungen aller Kunden und Bedarfsträger effizient zu erfüllen. Das Themencluster „Güterströme und Standorte“ verfolgt das Ziel, eine moderne Logistik durch die gezielte Entwicklung und Nutzung geeigneter Standorte zu stärken und Mengen- sowie Güterströme optimal zu organisieren. Ein Konsens bezüglich der Definition von Logistikflächen sowie der relevanten Kriterien für günstige bzw. ungünstige Standorte unterstützt Standortentscheidungen und -entwicklungen.
Welche Meilensteine führen zum Ziel
Die Meilensteine umfassen die Analyse relevanter Güterströme und -volumina, die Erstellung eines umfassenden räumlichen Lagebildes der bestehenden Standorte sowie die Förderung der Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Akteuren. Idealerweise führen die vorhin genannten Schritte dazu, dass bestehende Standorte systematisch evaluiert, optimiert und bei Bedarf ausgebaut oder verdichtet werden können. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die gemeinsame und koordinierte Nutzung von Infrastrukturen, Verkehrsflächen sowie Lade- und Parkplätzen.
Welche Hindernisse gilt es zu überwinden
Blockaden ergeben sich insbesondere aus einer unzureichenden Datenverfügbarkeit, die fundierte Entscheidungen erschwert, sowie aus fehlenden Abstimmungsprozessen bei der Nutzung von Standorten und aus politischen sowie administrativen Grenzen. Zusätzlich stehen erhöhte Kostenstrukturen und potenzielle Auswirkungen auf die Bevölkerung einer rein logistischen Optimierung der Standorte entgegen.
Was kann den Prozess beschleunigen
Zu den Treibern zählen die verstärkte Festlegung und Transparenz von Rahmenbedingungen und Strategien durch Städte und Regionen. Dies bietet den Akteuren Orientierung und Planungssicherheit. Darüber hinaus fördert die Umsetzung der EU-Ziele zur Emissionsreduktion nachhaltige Standortentscheidungen und setzt verbindliche Vorgaben zur Reduktion von Treibhausgasen.
Ansätze & Maßnahmen
kurzfristig
- Eine umfassende Güterstromanalyse ist sinnvoll, um Mengen, Routen und Verteilungsstrukturen sichtbar zu machen.
- Bestehende Daten und Anwendungen sollen stärker vernetzt und systematisch genutzt werden.
- Einheitliche Typologien für Logistikflächen sollen entwickelt werden, um eine gemeinsame Grundlage für Planungen zu schaffen.
- Brownfield-Standorte sollen verstärkt evaluiert und gegenüber Greenfield-Standorten bevorzugt gefördert werden.
- Flächen in Industrienähe können für LKW-Ladehubs identifiziert werden.
- Forschungsergebnisse zu Güterströmen sollten praxisnah aufbereitet und zur Verfügung gestellt werden.
- Eine regelmäßige transparente Modellierung von Verkehrsströmen ist für Planungsprozesse neuer Logistikflächen sinnvoll. Wenn möglich, sollte ein Bahn- oder Autobahnanschluss vorhanden sein.
langfristig
- Logistikstandorte können bundesländerübergreifend definiert werden, um Abstimmung und Planungssicherheit zu verbessern.
- Urbane Logistik- und Umschlagflächen sollen langfristig gesichert und gegebenenfalls nachverdichtet werden.
- Es soll Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass es bei der Standortwahl wichtig ist, Lärmemissionen für Anrainer:innen zu berücksichtigen, insbesondere wenn Wohnbau näher an Logistikflächen heranrückt.
- Vereinfachte Verfahren und Erfahrungsaustausch können zur Optimierung bestehender Standorte beitragen.
- Hubs, Gebäude und Betriebsflächen sollen frühzeitig mit Zukunftstechnologien wie E-Ladeinfrastruktur ausgestattet werden.
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