Der Ansatz zur KI‑gestützten Optimierung von LKW‑Routen zeigt, wie moderne Technologien Effizienz steigern und Transportprozesse smarter machen. Bei der Plattform Logistik 2030+ werden solche Entwicklungen mit großem Interesse verfolgt.
Besonders spannend für Logistik 2030+ ist, wie das Projekt zentrale Aspekte in mehreren Themenclustern unterstützt:
Digitalisierung & Automatisierung – KI verbessert Tourenplanung und unterstützt datenbasierte Entscheidungen.
Nachhaltigkeit & Energieeffizienz – Optimierte Routen reduzieren Emissionen und Ressourcenverbrauch.
Resiliente Logistiksysteme – Dynamische Anpassungen an Verkehr & Kapazitäten stärken die Stabilität der Transportketten.
Glückwunsch diesem gelungenen Innovationsschritt! Solche Projekte zeigen, wie zukunftsfit regionale Logistik heute bereits sein kann. Derartige Best Practice Beispiele finden hoffentlich viele Nachahmer und bringen neue Ideen auf den Weg.
Lesen Sie dazu den Artikel in der „Wirtschaft in NÖ“, Ausgabe 1/2026, Seite 39
Zustellungen von Material und Werkzeugen an Baustellen erfolgen zunehmend auch als Paket- oder Stückgutsendung. Auf Baustellen sind jedoch meist unterschiedliche Gewerke, Subunternehmer und temporäre Arbeitskräfte parallel tätig, was zu unterschiedlichen Problemen führen kann, wie:
keine eindeutige Ablage- oder Übergabestelle
Empfänger nicht auffindbar
keine Bestätigung des Empfangs
Haftungsfragen
Lösungsansatz Vor allem im urbanen Raum soll durch den Einsatz einer „BaustellenBox“ die Zustellung solcher Sendungen effizienter, ressourcenschonender und damit nachhaltiger gestaltet werden. Die BaustellenBox funktioniert wie eine Paketbox, kann aber auch großvolumige und schwere Sendungen aufnehmen und nach Beendigung der Bautätigkeiten an eine andere Baustelle verlegt werden. Das Vorhaben Baustellenboxen stellt damit einen wichtigen Baustein der Initiative „Sustainable Urban Logistics Planning“ (SULP) des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) dar, die Kommunen und Logistikakteuren Leitlinien und Handreichungen für eine nachhaltige Logistik auf der letzten Meile bereitstellt.
Das Projekt wird daher im Auftrag des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), Abteilung II/7-Logistikkoordination durchgeführt.
Zustellungen von Material und Werkzeugen an Baustellen erfolgen zunehmend auch als Paket- oder Stückgutsendung. Bauunternehmen und andere Gewerke bestellen mehrmals wöchentlich Produkte, die per Paketdienstleister oder Stückgutspedition auf die Baustelle zugestellt werden. Typische Produktgruppen sind hier Befestigungstechnik, Kleinmaschinen, Arbeitsschutz, HKLS-Material, Elektroinstallationsmaterial, Zubehör etc.
Auf Baustellen herrscht jedoch meist eine hohe Komplexität, weil unterschiedliche Gewerke, Subunternehmer und temporäre Arbeitskräfte parallel tätig sind, was zu folgenden Problemen bei Anlieferungen durch Paketdiensten und Speditionen führen kann:
Keine eindeutige Ablage- oder Übergabestelle: Zusteller wissen nicht, wohin zugestellt werden soll/darf
Empfänger nicht auffindbar: Mitarbeiter sind oft auf anderen Bereichen des Geländes tätig oder gerade unterwegs
Haftungsthemen: Personen verweigern die Übernahme von Sendungen an andere Unternehmen, da sie nicht für Verlust oder Beschädigung verantwortlich gemacht werden wollen
Alternative Zustellungsmöglichkeiten sind aber ebenso mit Problemen verbunden: Lieferung an die Firmenadresse (zusätzlicher Verkehr, Zeit- und ggf. Produktivitätsverlust), Click & Collect, Abholung im Lager/Markt (Zeit- und ggf. Produktivitätsverlust, zusätzlicher Verkehr), eigenständige Baustellen-Abholpunkte/boxen der einzelnen Lieferanten (fragmentierte Lösung, mehrere Boxen notwendig
Als Lösungsansatz, vor allem im urbanen Raum, kann der Einsatz einer „BaustellenBox“ die Zustellung solcher Sendungen effizienter, ressourcenschonender und damit nachhaltiger gestalteten.
Die BaustellenBox funktioniert wie eine Paketbox, ermöglicht also eine sichere und protokollierte Zustellung, ohne dass eine persönliche Übergabe erforderlich ist. Sie kann aber auch großvolumige und schwere Sendungen aufnehmen und nach Beendigung der Bautätigkeiten an eine andere Baustelle verlegt werden. Das Vorhaben Baustellenboxen stellt damit einen wichtigen Baustein der Initiative „Sustainable Urban Logistics Planning“ (SULP) des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) dar, die Kommunen und Logistikakteuren Leitlinien und Handreichungen für eine nachhaltige Logistik auf der letzten Meile bereitstellt.
2. Projektbeschreibung
Das Projekt gliedert sich in folgende Phasen:
Detaillierte Problemanalyse zum Thema Baustellenboxen (inkl. Adressierung und Behandlung artverwandter Bereiche)
Einfließen bestehender Erfahrungen
Gespräche mit Baufirmen und Lieferanten, potentiellen Mitbewerbern und Partnern
Einfließen des bestehenden Knowhows zum Thema „Adressierung von Paketboxen“
Abstimmung mit Stakeholdern in den Themengebieten Baustellen, Baustellenbelieferung und Baustellenboxen sowie mit kommunalen Stakeholdern.
Entwicklung von Lösungen für identifizierte Probleme.
Abschätzung Mengengerüst
Use Cases
Haftungsübergang und sonstige Risiken
Hardwarekonzept inkl. Öffnungs-/Schließsystem
Anmeldung/Identifikation vor Ort
funktionales Software-Konzept inkl. Schnittstellen zu relevanten Plattformen
Transfer-Möglichkeit nach Beendigung der Bautätigkeiten („rückstandsfrei“)
Adressierung und Routing
wirtschaftliche Betrachtung (mögliche ökonomische Effizienzgewinne und Emissionseinsparungen)
3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+
Die BaustellenBox liefert zu folgenden Punkten der strategischen Agenda von Logistik2030+ konkrete Beiträge:
Lösungen für die Warenzustellung auf der Letzten Meile entwickeln und umsetzen
Credits: GREGORI Consulting (erstellt mit Google Gemini)
Im technischen Service, in der Montage und im Handwerk löst B2S eine Grundproblematik moderner urbaner Logistik: Material wird heute vielfach personengebunden bestellt, abgeholt und transportiert. Hochqualifiziertes Technikpersonal soll künftig von diesen Aufgaben entlastet und durch die Logistik optimal serviciert werden.
B2S – Business‑to‑Site schafft ein Konzept, bei dem eine Anlage selbst Material anfordert und die Lieferung direkt “on site” erfolgt – im Beispiel der Aufzugswartung z. B. in einen Aufzugsschacht, in die Kabine oder in speziell geschaffene Micro‑Logistikfächer. Die Eliminierung einer gesamten Lager‑ und Transportstufe steigert Effizienz und Flexibilität der Serviceprozesse, reduziert Verkehrsleistung und ermöglicht neue, nachhaltige Logistikkonzepte im urbanen Raum.
Der Umsetzungspilot erfolgt im Umfeld der Aufzugsbelieferung und liefert wertvolle Erkenntnisse für ein skalierbares Konzept.
Projektpartner
KONE AG ECONSULT Betriebsberatungsges.m.b.H.
Projektlaufzeit
01/2026 bis 12/2027
Finanzierung
Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gefördert und im Rahmen des Programms Logistikförderung durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt.
Ansprechpartner
René Gutschi Logistics Manager Austria KONE AG Lemböckgasse 61 1230 Wien
Der technische Außendienst ist heute stark geprägt von personengebundenen Beschaffungsprozessen: Techniker:innen bestellen, holen ab und transportieren Material selbst. Dies führt zu Zeitverlusten und ineffizienter Ressourcennutzung – insbesondere in urbanen Räumen mit komplexen Anfahrten, begrenzten Flächen und steigendem Serviceaufkommen. Der entscheidende Engpass: Nicht der Mensch braucht das Material – die Anlage braucht das Material. Trotzdem erfolgt der Bestellprozess heute Großteils personenzentriert. Damit ist die Auftragsabwicklung frühzeitig „gekoppelt“ und verliert an Flexibilität.
Ziel von B2S:
Entkoppelung von Auftrag – Material – Person
Direktbelieferung zu Anlagen / Sites ohne Zwischenlager
Eliminierung einer gesamten Logistikstufe (Pick‑up‑Points, Kofferraumbelieferung, Lagerwege)
Nutzung ungenutzter Gebäudeflächen (z. B. Aufzugsschacht) als dezentrale Micro‑Logistikorte
Massive Effizienzsteigerung, bessere Disponierbarkeit und geringere Emissionen
2. Projektbeschreibung
B2S entwickelt ein innovatives Direktbelieferungskonzept, welches Anlagen, Gebäude und technische „Sites“ zu aktiven Bestandteilen der Lieferkette macht. Kern ist das Verschieben des Entkopplungspunktes weit nach hinten: Die Anlage erhält Material direkt geliefert, unabhängig davon, welcher Techniker später den Auftrag bearbeitet.
Zentrale Elemente des Projekts:
Die zur Umsetzung relevanten Voraussetzungen in den Bereichen Technik, Organisation, betriebliche Schnittstellen und rechtliche Anforderungen werden erhoben. Danach ausgerichtet wird die Supply Chain zur Direktbelieferung entsprechend mit den betroffenen Abteilungen und Stakeholdern für den Umsetzungspilot (weiter-)entwickelt.
Die technischen Lösungen für einen Stauraum oder Locker im Aufzugsschacht, in der Kabine oder über der Kabine werden evaluiert. Es erfolgt eine Vorauswahl von Lösungen, welche hinsichtlich ihrer Eignung und Einsatzmöglichkeiten geprüft werden (à proof of technology)
Operative Lösungsvarianten inklusive der erforderlichen Prozesse für den Einsatz im Echtbetrieb werden entwickelt und gemeinsam mit Kunden, Partnern und Logistikdienstleistern an ausgewählten Teststandorten implementiert. Über die definierte Laufzeit werden B2S Direktbelieferungen nach diesem Konzept durchgeführt (à proof of concept)
Ein Monitoring begleitet die beiden Testphasen mit qualitativen und quantitativen Erhebungen, welche als Grundlage für die Evaluierung der Roll-out und Scale-up Szenarien dienen und ein Impact Assessment ermöglichen.
3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+
B2S leistet einen starken Beitrag zu mehreren Kernzielen der Initiative Logistik2030⁺:
Neue Logistikkonzepte: Einführung eines völlig neuen Direct‑to‑Site‑Liefermodells (B2S), Nutzung bestehender Gebäudestrukturen als dezentrale Mikro‑Hubs, innovative Urban‑Logistics‑Ansätze
Güterströme und Standorte: Smarte Nutzung vorhandener Gebäudeflächen, Ressourcenschonung & Flächeneffizienz, weniger Lagerraum notwendig, effizientere innerstädtische Lieferketten
Last Mile (R)evolution: Material wird in einem früheren Logistikabschnitt direkt dorthin gebracht, wo es gebraucht wird, Entkopplung der letzten Meile vom Personal, Reduktion „unnötiger Kilometer“ im Wirtschaftsverkehr
Arbeitskräftemangel & Qualifikation: Entlastung hochqualifizierter Techniker:innen von Logistikaufgaben, höhere Produktivität und bessere Einsatzplanung, höherqualifizierte Aufgaben für Logistikpartner durch Value Added Services
Transporträder statt Pkw: Potenziale für den betrieblichen Einsatz
Transporträder ersetzen im privaten Bereich zunehmend Pkw-Fahrten. Um dieses Potenzial auch im betrieblichen Kontext voll auszuschöpfen, braucht es gezielte Impulse und vor allem Wissen darüber, welche Branchen mit welchen Transporträdern und Informationen erfolgreich zum Umstieg motiviert werden können.
Genau hier setzt das FFG-Forschungsprojekt „ANTRIEB – Anreize zur betrieblichen Transportradnutzung“ an. Unser Fokus liegt dabei auf Betrieben im Service- und Dienstleistungsverkehr. Neben der Frage, wie Bund, Länder und Gemeinden die betriebliche Nutzung von Transporträdern unterstützen können, untersuchen wir insbesondere, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Mitarbeiter:innen Transporträder im Arbeitsalltag tatsächlich annehmen und nutzen.
Im Rahmen des Projekts konnten wir sieben Betriebe in Wien und Graz gewinnen, die E-Transporträder bis zu einem Jahr lang kostenlos testeten. Dabei erlebten sie die Chancen und Herausforderungen der betrieblichen Nutzung über alle vier Jahreszeiten hinweg; ein wertvoller Praxiseinblick für die zukünftige Ausgestaltung von Fördermaßnahmen und Umstiegsstrategien.
Projektpartner
Factum – apptec ventures GmbH TU Wien – FB Verkehrssytemplanung move Verein IGF- Die Radvokaten Grazer Energieagentur Ges.m.b.H Heavy Pedals
Projektlaufzeit
11/2023 bis 03/2026
Finanzierung
Das Projekt ist ein von der FFG gefördertes Forschungsprojekt im Rahmen der Ausschreibung: Mobilität (2022) Städte und Digitalisierung
Ansprechpartner
Karin Ausserer Wissenschaftliche Mitarbeiterin Factum – apptec ventures GmbH Slamastraße 42, 1230 Wien karin.ausserer@factum.at
Transporträder haben großes Potenzial für den städtischen (Personen)Wirtschaftsverkehr. Die erfolgreiche Integration von Transporträdern in Betriebe erfordert eine sorgfältige Planung, angepasste Infrastruktur und spezialisierte Ausstattung sowie eine durchdachte Kombination aus praxisnaher Beratung, organisatorischer Offenheit und Motivation und Einbindung der Mitarbeitenden. Geeignete Rahmenbedingungen und unterstützende Maßnahmen wie Abstellmöglichkeiten, Wartungsverträge und realistische Kosten-Nutzen-Analysen können entscheidend zur Akzeptanz beitragen.
Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Transporträder bereits in vielen Branchen verbreitet sind (z.B. Essenszustellung) im städtischen Service- und Dienstleistungsverkehr, besonders für Handwerker und lokale Dienstleistungen, aber noch kaum Verwendung finden.
Welche Anforderungen für eine innerbetriebliche Nutzung von Transporträdern im Service- und Dienstleistungsverkehr notwendig sind, ist Thema des Forschungsprojektes Antrieb – Anreize zur betrieblichen Transportradnutzung.
Dabei werden folgende Kernfragen behandelt:
Welche Maßnahmen und Anreize seitens des Bundes, Landes, Gemeinde sind erforderlich, damit mehr Betriebe Transporträder im Personenwirtschaftsverkehr anschaffen?
Welche Maßnahmen und Anreize sind erforderlich, damit Mitarbeiter:innen in den Betrieben angeschaffte Transporträder auch tatsächlich nutzen?
ANTRIEB soll dabei eine solide Erkenntnisgrundlage liefern, wie Servicebetriebe moderne E-Transporträder in ihre täglichen Betriebsaktivitäten integrieren können.
2. Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projekts Antriebs analysiert das Forschungskonsortium bestehende innerstädtische Fördersysteme und arbeitet eng mit Betrieben sowie Interessenvertretungen zusammen, um die spezifischen Anforderungen geeigneter Branchen besser zu verstehen.
Zu Projektbeginn wurden jene Branchen sondiert, für die E-Transporträder aufgrund täglicher Anforderungen wie Wegelängen, Transportkapazitäten und betrieblicher Abläufe eine praktikable Alternative darstellen. Aufbauend darauf erfolgten Besuche von Best-Practice-Betrieben sowie Expert:inneninterviews. In weiterer Folge nahmen vier Betriebe in Wien und drei Betriebe in Graz an einem begleiteten Testbetrieb teil.
Parallel dazu wurde Wissen zu relevanten Rahmenbedingungen gesammelt und analysiert, insbesondere zu:
Förderlandschaft und rechtlichen Rahmenbedingungen
intermodalen Flottenkonzepten und Routing
Verhaltensänderung und Akzeptanz bei Mitarbeiter:innen
Nach Abschluss des Testbetriebs mit E-Transporträdern und durchwegs positiven Erfahrungen mit einem emissionsfreien Fuhrpark über alle Jahreszeiten hinweg entschieden sich vier der teilnehmenden Betriebe, dauerhaft auf Transporträder zu setzen und diese anzukaufen.
Einer dieser Betriebe ist der Rauchfangkehrerbetrieb von Christian Habacht mit Standorten im 21. und 15. Wiener Gemeindebezirk. Im 15. Bezirk sind die Mitarbeiter:innen inzwischen vollständig autofrei unterwegs und nutzen E-Transporträder sowie E-Bikes. Die Beschäftigten wurden mit individuell passenden Rädern ausgestattet, was zu der höchsten Nutzungsfrequenz aller Testbetriebe führte: Im Durchschnitt blieben die Räder pro Monat lediglich an fünf Arbeitstagen ungenutzt, die Wintermonate eingeschlossen.
Städtische Rauchfangkehrbetriebe verfügen über lokal klar abgegrenzte Geschäftsgebiete, wodurch kurze Distanzen und viele kurze Fahrten entstehen, ideale Voraussetzungen für den Einsatz von E-Transporträdern.
Ein anderes Bild zeigte sich beim Betrieb Ammon Raumbegrünung im Wiener Neubau. Hier wurde an einem Tag eine maximale Fahrdistanz von 60 km gemessen; insgesamt legte der Betrieb in zehn Testmonaten rund 1.080 km mit dem E-Transportrad zurück. Anders als bei Rauchfangkehrern verfügt Ammon über ein Einzugsgebiet im gesamten Wiener Stadtgebiet. Dennoch erwiesen sich E-Transporträder als besonders vorteilhaft, etwa in Fußgängerzonen mit Radfahrerlaubnis wie der Mariahilfer Straße.
Die zentralen Ergebnisse des Projekts sind:
ein Policy Paper für die öffentliche Hand, das konkrete Empfehlungen zur Unterstützung emissionsfreier, betrieblich genutzter Mobilitätslösungen liefert
ein Werkzeugkasten zur innerbetrieblichen Integration von Transporträdern sowie zur Motivation und Einbindung von Mitarbeiter:innen
3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+
Das Projekt zeigt, dass E-Transporträder bei geeigneten Rahmenbedingungen einen wesentlichen Beitrag zu einer klimaneutralen, flächeneffizienten und resilienten urbanen Logistik leisten können.
E-Transporträder stellen in unterschiedlichen Branchen eine praxistaugliche Alternative zum Kfz dar. Die Ergebnisse des Projekts liefern konkrete Handlungsgrundlagen für Betriebe und öffentliche Hand, um den Antriebswandel, intermodale Flotten und Verhaltensänderungen im Sinne von Logistik 2030+ gezielt zu beschleunigen.
Der Kontraktlogistikspezialist Logwin hat Anfang Dezember in einer Presseaussendung bekanntgegeben, dass er seinen Multi-User-Standort in Traiskirchen (Niederösterreich) für die Zukunft rüstet: Mit einer Investition von 2 Millionen Euro wird der Standort umfassend modernisiert, energetisch saniert und technologisch weiterentwickelt. Die Fertigstellung ist für das 2. Quartal 2026 geplant.
Kernmaßnahmen sind eine thermische Sanierung mit neuen Fenstern und Dacheindeckung, die vollständige Umrüstung auf LED-Beleuchtung sowie der Ausbau der Photovoltaikanlage zur Versorgung des bestehenden E-LKW-Ladeparks. Damit stärkt Logwin seine konsequente Ausrichtung auf CO₂-neutrale Logistikprozesse.
Parallel dazu treibt Logwin den Ausbau einer elektrischen Fahrzeugflotte für die urbane Belieferung in Wien, Niederösterreich und dem Burgenland voran. Ergänzt wird die nachhaltige Transformation durch automatisierte Lagerprozesse mit modernen Kardex-Liftsystemen.
Mit rund 30.000 m² Lagerfläche für Kunden aus Fashion, Consumer Goods und Healthcare festigt Traiskirchen seine Rolle als leistungsfähiger, nachhaltiger Logistik-Hub der Zukunft.
Die aktuelle Daten-Erhebung im Kooperationsprojekt Green Turn unter 5.000 Personen in 5 Ländern zeigt: In Polen bevorzugen bereits 80 % der Konsumentinnen und Konsumenten die Zustellung an Paketboxen oder Abholstellen – ein Trend, der die Logistik optimiert und Stopps reduziert. In Österreich liegt die Quote bei 30 %, hier dominiert noch die Hauszustellung. Auffällig: In Wien holen 59 % ihre Pakete zu Fuß, während im Rest des Landes 57 % das Auto nutzen. Praktische Rückgabemöglichkeiten, flexible Fristen und nachhaltige Lieferformen sind beim Online-Shopping besonders wichtig.
Christian Vogt, Geschäftsführer DLH Real Estate Austria GmbH und Mitglied im Stakeholderboard von Logistik 2030+, sieht im Interview mit der Zeitschrift Verkehr ein vorsichtiges Comeback bei Logistikimmobilien.
Nach Jahren des Zweckoptimismus kehrt die Hoffnung in die Logistikimmobilienbranche zurück. Auf der Expo Real in München zeigte sich: Die Assetklasse Logistik gewinnt bei Banken und Investoren an Attraktivität – nicht mehr Masse, sondern Klasse zählt. Hochwertige Standorte, nachhaltige Konzepte und langfristige Perspektiven rücken in den Vordergrund. Besonders spannend: die wachsende Nachfrage aus Pharma und Defense sowie innovative Citylogistik-Projekte wie das City Logistik Center Simmering am Standort Schusslinie im 11. Wiener Gemeindebezirk, das als Kooperationsprojekt in die Plattform Logistik 2030+ aufgenommen wurde.
Das gemeinsame Projekt „Nachhaltige Logistik 2030+“ von Wirtschaftskammer Wien, Wirtschaftskammer Niederösterreich, Stadt Wien und Land Niederösterreich hat internationale Aufmerksamkeit erlangt – beim World Chambers Congress in Melbourne, dem weltweit größten Branchentreffen der Handelskammern. In der World Chambers Competition wurde Logistik 2030+ in der Kategorie „Best Collaboration of Chambers, Business and Government Project“ als Finalist nominiert.
„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie erfolgreiche Kooperationen zwischen Regionen, Kammern und Unternehmen nachhaltige wirtschaftliche und logistische Impulse setzen können“, betonte Andrea Faast, die Logistik 2030+ vor Ort präsentierte.
Nach knapp vier Monaten Bauzeit verbindet die neue Trasse seit 20. Oktober 2025 die ecoplus Anschlussbahn direkt mit dem Gleis der Wiener Lokalbahnen. Damit wird die Bahnlogistik deutlich effizienter und die Anrainerinnen und Anrainer in Guntramsdorf entlastet. Güterzüge können nun ohne Umwege von rund 15 Kilometer direkt zum Stahlgroßhändler Frankstahl zufahren. Die Kosten für das Projekt belaufen sich auf rund 1,3 Millionen Euro.
Die DLH Real Estate Austria GmbH realisiert mit dem City Logistik Center Simmering im 11. Wiener Gemeindebezirk ein Pionierprojekt moderner Citylogistik auf einem bestehenden Industrieareal (Greyfield-Entwicklung).
Das Vorhaben steht für eine klimafreundliche, intermodale und ESG-konforme Logistik, die den Wirtschaftsstandort Wien langfristig stärkt.
Auf einer Grundstücksfläche von 15.424 m² entstehen 7.923 m² Nutzfläche, errichtet in nachhaltiger Bauweise mit angestrebter ÖGNI-Gold-Zertifizierung.
Kern des Projekts ist ein bi-modales Betreiberkonzept, das Straße und Schiene intelligent verbindet:
Ein eigener Gleisanschluss ermöglicht die Anlieferung von Waren per Bahn, während in zwei Hallen (Inbound/Outbound) der Weitertransport organisiert wird.
Bis zu 49 Elektro-Vans können gleichzeitig beladen und für die emissionsarme Feinverteilung in der Stadt eingesetzt werden.
Mit diesem einzigartigen Projekt setzt die DLH Real Estate Austria GmbH ein klares Zeichen für die Zukunft urbaner Logistik.
Projektpartner
DLH Real Estate Austria GmbH
Projektlaufzeit
Entwicklung Q4 2025 bis Q4 2026
Finanzierung
DLH Real Estate Austria GmbH
Ansprechpartner
DI Christian Vogt Geschäftsführer DLH Real Estate Austria GmbH DC Tower 1 Donau-City-Straße 7/27 OG/Top A 1220 Wien Austria cvogt@dlh-realestate.com
Mag Philipp Proske Senior Project-/Transaction Manager DLH Real Estate Austria GmbH pproske@dlh-realestate.com
Wien zählt zu den am stärksten wachsenden Metropolregionen Europas, was nicht nur den Wohn- und Flächenbedarf erhöht, sondern auch die Anforderungen an die Versorgung der Stadt erheblich steigen lässt. Parallel dazu führen städtische Verdichtung, steigender Onlinehandel und der Anspruch an eine nachhaltige Stadtentwicklung zu neuen Herausforderungen für die Logistik.
Traditionelle Distributionsstrukturen stoßen hier zunehmend an ihre Grenzen: große Logistikzentren liegen häufig weit außerhalb des Stadtgebiets, wodurch lange Zufahrtswege, höherer Energieverbrauch und eine stärkere Verkehrsbelastung entstehen.
Die Stadt Wien benötigt eine effiziente, flächenschonende und zugleich klimafreundliche Logistik, um ihre Versorgungssicherheit langfristig zu gewährleisten. Bisher fehlen jedoch ausreichend Konzepte für emissionsarme Citylogistik sowie eine systematische Nutzung des Schienennetzes im urbanen Güterverkehr.
Vor diesem Hintergrund setzt die DLH Real Estate Austria GmbH mit dem City Logistik Center (CLC) Simmering ein klares Zeichen für die Zukunft urbaner Logistik und entwickelt ein zukunftsfähiges Modell für die Versorgung einer wachsenden Stadt. Das Projekt verfolgt das Ziel, eine bi-modale, also sowohl straßen- als auch schienengestützte Logistiklösung zu schaffen, die ökologische Nachhaltigkeit mit wirtschaftlicher Effizienz verbindet.
2. Projektbeschreibung
Die DLH Real Estate Austria GmbH realisiert mit dem City Logistik Center Simmering am Standort Schusslinie im 11. Wiener Gemeindebezirk ein richtungsweisendes Logistikprojekt auf einem bestehenden Industrieareal (Greyfield Entwicklung).
Das Vorhaben steht für eine moderne, klimafreundliche und intermodale Logistik, die den Wirtschaftsstandort Wien langfristig stärkt.
Auf einer Grundstücksfläche von 15.424 m² entstehen 7.923 m² Nutzfläche, errichtet in nachhaltiger Bauweise nach ESG-Kriterien. Eine ÖGNI-Gold-Zertifizierung wird angestrebt.
Ziel ist die nachhaltige, emissionsarme Warenverteilung in Wien und Umgebung – von der Großanlieferung bis zur letzten Meile.
Das Projekt verfügt neben 6 Überladebrücken für klassische Belieferung auch über einen eigenen Gleisanschluss für die Anlieferung von Waren, welche über die beiden Hallen (Inbound und Outbound) verteilt werden und dann mit Elektro-Vans (Ladung von 49 Elektro-Vans gleichzeitig möglich) in die Stadt geliefert werden können. So wird Schiene und Straße zu einem innovativen Citylogistikkonzept vereint.
Mit seiner Lage direkt in Wien Simmering, bietet das Projekt optimale Voraussetzungen für eine effiziente, emissionsarme Belieferung des urbanen Raums. Das City Logistik Center leistet damit einen wesentlichen Beitrag für eine moderne, nachhaltige und vernetzte Logistikinfrastruktur für die Metropolregion Wien.
3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+
Die Initiative „Logistik 2030+“ der Bundesländer Wien und Niederösterreich sowie der Wirtschaftskammern Wien und Niederösterreich verfolgt das Ziel Logistikprozesse in der Region systematisch nachhaltiger, raumverträglicher und resilienter zu gestalten.
In diesem Kontext gilt das DLH City Logistik Center Simmering als Pionierprojekt, welches City Logistik neu denkt. Es kombiniert Straße und Schiene zu einem integrierten, bi-modalen Betreiberkonzept und zeigt, wie eine emissionsarme, effiziente und zukunftsfähige Warenverteilung im urbanen Raum funktionieren kann.
Durch die Revitalisierung eines bestehenden Industrieareals (Greyfield) entsteht ein hochmodernes Logistikzentrum, das Photovoltaik, E-Mobilität und Fernwärme in ein nachhaltiges Gesamtkonzept integriert. So werden bestehende Flächen optimal genutzt und gleichzeitig neue Standards für Dekarbonisierung, Intermodalität und Flächeneffizienz gesetzt.
Mit diesem Ansatz leistet das Projekt einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Ziele von Logistik 2030+ weil ein in Österreich einzigartiger Modellstandort für innovative, grüne und vernetzte Logistiklösungen geschaffen wird.
Das Online-Tool „Intermodaler Transport für eine bessere Umwelt“ wurde im Rahmen des Leitprojekts „PhysICAL“ entwickelt und zeigt, wie intermodaler Transport mit der Bahn weniger Kosten und weniger Umweltschäden produziert.
Unter https://imtraum.at können Sie prüfen, wie sich Ihre Transporte optimieren lassen – nach Kosten, Zeit und CO₂-Ausstoß.
Einfach Start, Ziel, Datum und Transportgut eingeben – fertig!
Veranstaltungshinweis: Matchmaking für eine nachhaltige Logistik der Zukunft
Im Oktober finden die STELE Matchmaking-Veranstaltungen statt.
STELE ist eine neue österreichische Plattform zur intelligenten Integration der Elektromobilität in die Stromnetze.
Das Ziel des Matchmakings: Unternehmen, Start-ups und Forschung miteinander vernetzen – und so neue Kooperationen für klimafreundliche, innovative Logistiklösungen anstoßen.
Donnerstag, 9. Oktober 2025 in Wien und 16. Oktober in St. Pölten
Die klimaaktiv Konferenz 2025 zeigt, wie Gemeinden, Unternehmen und Haushalte den Wandel aktiv mitgestalten können. Ob durch energieeffiziente Gebäude, nachhaltige Mobilität oder regionale Wertschöpfung – die Beispiele machen deutlich: Wer heute investiert, stärkt nicht nur die Umwelt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit und Lebensqualität von morgen.
Die Konferenz bietet Raum für Austausch, Inspiration und Vernetzung. Gemeinsam wird gezeigt, wie aus Planungssicherheit und Verantwortung eine nachhaltige Zukunft wird – wirtschaftlich, sozial und ökologisch.
Termin: Montag, 6. Oktober 2025, 10-18 Uhr Ort: ERSTE Campus, Am Belvedere 1, 1100 Wien Moderation: Mari Lang
Die Wiener Wirtschaft stellt in der aktuellen Ausgabe einen vollelektrischen Sattelschlepper für Autos vor – derzeit noch eine Seltenheit. Ein Zukunftsprojekt im Rahmen von Zer Emission Transport.
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