eFTI-Pilot-Plattform

Spätestens ab Juli 2027 wird die eFTI-Verordnung in der Europäischen Union vollständig anwendbar sein. Behörden der Mitgliedstaaten müssen dann elektronische Frachtbeförderungsinformationen akzeptieren, sofern diese über entsprechende Systeme bereitgestellt werden. Vor diesem Hintergrund entwickelt die ARAplus GmbH mit der DiGiDO eFTI-Pilot-Plattform eine Lösung zur digitalen Bereitstellung und Verarbeitung von Transportdaten gemäß den Anforderungen der eFTI-Verordnung.

Das Projekt umfasst die technische Entwicklung der Plattform, die Integration eines Pilotpartners sowie die Vorbereitung von Kommerzialisierung und Rollout. Im Rahmen der Pilotierung sollen neben den geforderten Business-to-Administration-Funktionen zusätzliche Anwendungsfälle entwickelt und getestet werden, um die Digitalisierung von Transportdaten voranzutreiben.

ProjektpartnerARAplus GmbH
Kerschner Umweltservice und Logistik GmbH   
Projektlaufzeit07/2026 – 06/2027
FinanzierungDieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gefördert und im Rahmen des Programms Logistikförderung durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt.
AnsprechpartnerConstantin Gessner
Produktmanager
ARAplus GmbH / DIGIDO GmbH
Mariahilfer Straße 123
constantin.gessner@digido.at

1. Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung

Am 20. August 2020 trat die EU-Verordnung 2020/1056 über elektronische Frachtbeförderungsinformationen (eFTI) in Kraft. Sie verpflichtet die Mitgliedstaaten dazu, gesetzlich vorgeschriebene Informationen bei der Güterbeförderung in elektronischer Form zu akzeptieren, wenn diese in einem vorgegebenen Format und über entsprechende Plattformen bereitgestellt werden.

Spätestens im Jahr 2027 müssen alle EU-Mitgliedstaaten über harmonisierte Systeme verfügen, um elektronische Frachtinformationen akzeptieren zu können. Aktuell wird im Rahmen des EU-Projekts eFTI4EU auf nationaler Ebene eine österreichische Testplattform umgesetzt. Das Projekt DiGiDO eFTI-Pilot-Plattform verfolgt die Zielsetzung, eine eFTI-Plattform eines privatwirtschaftlichen Betreibers in Österreich zu entwickeln und zu pilotieren. Die Lösung soll an die bestehende DiGiDO-Plattform angebunden werden, sodass bestehende Kunden und ERP-Systeme künftig eFTI-fähig werden können.

2. Projektbeschreibung

Das Projekt wird von ARAplus und Kerschner Umweltservice und Logistik sowie einem ERP-Dienstleister umgesetzt und ist in vier Arbeitspakete gegliedert.

Im Arbeitspaket Projektmanagement erfolgen Koordination, Administration, Kommunikation und Dokumentation des Vorhabens. Das Arbeitspaket Technische Entwicklung eFTI-Pilot-Plattform umfasst die Entwicklung der Plattform, die Schaffung der erforderlichen Schnittstellen, die Integration bestehender DiGiDO-Funktionen sowie die Umsetzung definierter Use Cases. Im Arbeitspaket Systemerweiterung und Partnerintegration wird die Anbindung des ERP-Systems Systems beim Pilotpartner Kerschner umgesetzt und im praktischen Betrieb getestet. Das Arbeitspaket Kommerzialisierung und Rollout beinhaltet die Entwicklung eines Geschäftsmodells, die Vorbereitung einer Zertifizierung beziehungsweise Auditierung der Plattform sowie die Einbindung einer Stakeholdergruppe und die Vorbereitung der Markteinführung.

Im Pilotprojekt werden drei Anwendungsfälle umgesetzt und getestet:

  • eine Beladestelle / eine Entladestelle
  • eine Beladestelle / mehrere Entladestellen
  • mehrere Beladestellen / eine bis mehrere Entladestellen

3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+

Die DiGiDO eFTI-Pilot-Plattform unterstützt die Umsetzung europaweit einheitlicher Standards für elektronische Frachtbeförderungsinformationen und adressiert den Schwerpunkt elektronische Frachtbeförderungsinformation (eFTI) und „Paperless Logistics“.

Erwartete Wirkungen des Projekts sind die Förderung der Digitalisierung von Frachtbeförderung und Logistikdiensten, die Verbesserung der Informations- und Datenqualität entlang der Transportkette, die Vereinfachung behördlicher Kontrollen, die Automatisierung von Abläufen zwischen Unternehmen und Behörden sowie die Verringerung administrativer Aufwände. Darüber hinaus sollen Ressourcen, Energie, Rohstoffe und Papier durch die Digitalisierung eingespart werden. Die Pilotplattform soll zudem die Grundlage schaffen, um mit Inkrafttreten der eFTI-Verordnung im Jahr 2027 entsprechende Services für Wirtschaftsbeteiligte anbieten zu können und damit die Digitalisierung von Transportdaten zu beschleunigen.

© ARAplus

Logistik-Datenbasis Wien

Konzeptionsphase

Im Rahmen des Masterplans Urbane Logistik entwickeln die Stadt Wien und thinkport VIENNA gemeinsam ein strategisches Konzept zur Weiterentwicklung der Wissens- und Datengrundlage für den Wirtschaftsverkehr. Dazu werden der bestehende Handlungsrahmen, fachliche Anforderungen und Entwicklungspotenziale gemeinsam mit relevanten Akteur*innen betrachtet. Die daraus abgeleiteten strategischen Ansätze sollen Orientierung für die schrittweise Weiterentwicklung der Datengrundlage und für künftige Planungs- und Umsetzungsprozesse geben. Das Projekt unterstützt damit eine nachhaltige und klimafreundliche Logistik in Wien sowie der Stadtregion.

ProjektpartnerStadt Wien – MA 18 Stadtentwicklung und Stadtplanung
Thinkport Vienna
Projektlaufzeit06/2026 – 11/2026
FinanzierungFinanzierung durch die Stadt Wien – MA 18
AnsprechpartnerDI Alexander Schmidbauer
MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung
Referat Mobilitätsstrategien
Rathausstraße 14–16, 1082 Wien
alexander.schmidbauer@wien.gv.at

1. Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung

Für eine zielgerichtete Verkehrs- und Stadtplanung braucht es eine tragfähige Wissens- und Datengrundlage zum Wirtschaftsverkehr sowie zur urbanen Logistik. Informationen, Erfahrungen und fachliche Anforderungen sind auf unterschiedliche öffentliche und private Akteur*innen verteilt. Um diese vorhandenen Potenziale besser nutzen und künftige Aktivitäten zielorientierter aufeinander abstimmen zu können, ist eine gemeinsame strategische Orientierung erforderlich.

Zugleich wird damit Hebel A3 des Masterplans Urbane Logistik zur „Verbesserung der Wissens- und Datengrundlage“ adressiert. Ziel des Projekts ist die konzeptionelle Weiterentwicklung der Wissens- und Datengrundlage für den Wirtschaftsverkehr in Wien.

Im Rahmen einer strukturierten Bestands- und Bedarfsbetrachtung werden fachliche und organisatorische Fragestellungen aufgearbeitet und mögliche Entwicklungsrichtungen abgeleitet. Das Vorhaben ist als Konzeptionsprojekt angelegt, Datenerhebungen oder -verarbeitungen sind nicht Gegenstand des Projektes.  

2. Projektbeschreibung

Das Projekt betrachtet den Handlungsrahmen für den Umgang mit Wissen und Daten zum Wirtschaftsverkehr und zur urbanen Logistik. Fachliche Anforderungen, Erfahrungen und mögliche Anknüpfungspunkte werden auf konzeptioneller Ebene zusammengeführt. Unter Einbindung relevanter Akteur*innen aus Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft werden strategische Entwicklungsoptionen abgeleitet und dienen als fachliche Orientierung für die langfristige Weiterentwicklung in Wien sowie zur Vorbereitung künftiger Aktivitäten im Bereich der urbanen Logistik.

3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+

Das Projekt stärkt die Wissensbasis für den Wirtschaftsverkehr in der Stadtregion Wien und schafft eine gemeinsame Orientierung für deren schrittweise Weiterentwicklung. Durch die strukturierte Auseinandersetzung mit fachlichen Anforderungen und bestehenden Rahmenbedingungen können künftige Aktivitäten besser abgestimmt, Ressourcen zielgerichteter eingesetzt und Planungs- und Umsetzungsprozesse fundierter vorbereitet werden.

Zugleich unterstützt das Projekt die regionale Zusammenarbeit im Rahmen von Logistik2030+, indem es den Austausch zwischen öffentlicher Verwaltung, Wirtschaft und Forschung in der Region fördert. Damit leistet es einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung der Wirtschaftsregion sowie zur Erreichung der Klima- und Mobilitätsziele.

Stakeholder Board Meeting 2026

Das Stakeholderboard mit knapp 40 TeilnehmerInnen traf Mitte September zusammen, um die Ergebnisse des Logistik 2030+ FORUMs weiterzudenken und konkrete nächste Schritte zu diskutieren.

Nach interessanten Impulsen zur LKW-Elektrifizierung und zum Güterverkehrsmodell standen insbesondere die Ergebnisse der FORUM-Thementische im Mittelpunkt. Herzlichen Dank an Philipp Wieser, AustriaTech, Teamleiter Electrifying Mobility und Katja Arzberger, Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), Projektleiterin Zukunftsprojekte.

Die intensive Diskussion und die vielen praxisnahen Beiträge haben einmal mehr gezeigt: Die Zukunft der Logistik entsteht durch Zusammenarbeit über Branchen- und Organisationsgrenzen hinweg – aktuell laufen 18 Kooperationsprojekte im Rahmen der Plattform.

Vielen Dank an alle Stakeholder für das große Engagement, die wertvollen Inputs und den konstruktiven Austausch. Gemeinsam arbeiten wir weiter an einer nachhaltigen, effizienten und zukunftsfitten Logistik für Wien und Niederösterreich mit der Strategischen Agenda Logistik 2030+ als Basis.

Veranstaltung jetzt schon vormerken: Smart bewegen, smart versorgen


Smart bewegen, smart versorgen 
 
Städte im Wandel: Lösungen für Verkehr und Versorgung 
Dienstag, 20. Oktober 2026, 9:30 bis 16:00 Uhr 
WKÖ, Saal 6, Wiedner Hauptstraße 63, 1045 Wien 
 

Die Teilnahme wird auch online möglich sein.  

Tragen Sie sich den 20.10.2026 in Ihrem Kalender ein und seien Sie gespannt auf umfassende Informationen über innovative technologische Ansätze der urbanen Logistik von morgen! 

Die Einladung mit detaillierten Informationen zum Programm sowie der Möglichkeit zur Anmeldung geben wir zeitgerecht bekannt.

eMOKON 2026: E-Mobilität für Flotten und Fuhrparks live erleben

9.–10. September 2026 | ÖAMTC Fahrtechnikzentrum Teesdorf

Wie wirtschaftlich ist Elektromobilität im betrieblichen Alltag? Welche Fahrzeuge und Ladelösungen stehen heute bereits zur Verfügung? Und wie lassen sich E-Fahrzeuge erfolgreich in Flotten und Fuhrparks integrieren?

Antworten darauf liefert die eMOKON 2026, Österreichs größte B2B-Fachkonferenz und Fachmesse für Elektromobilität. Zwei Tage lang dreht sich alles um praxistaugliche Lösungen für rnehmen, Fuhrparkverantwortliche und Flottenbetreiber.

Besucher:innen erwartet eine 600 m² große Fachausstellung mit innovativen Produkten, Dienstleistungen und Technologien rund um die betriebliche E-Mobilität. Ein besonderes Highlight: Über 80 Elektrofahrzeuge – vom PKW bis zum Nutzfahrzeug – können direkt getestet werden. Dafür steht der 3,4 Kilometer lange Rundkurs des ÖAMTC Fahrtechnikzentrums zur Verfügung.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen aktuelle Fragestellungen aus der Unternehmenspraxis:

Elektromobilität für kleine und mittlere Unternehmen – wie zuverlässig sind Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur?

Wie entwickeln sich Betriebskosten und Total Cost of Ownership (TCO) bei E-Flotten?

Welche Möglichkeiten bieten moderne Systeme für Lade- und Flottenmanagement?

Ergänzt wird das Programm durch hochkarätige Fachvorträge, Podiumsdiskussionen und Erfahrungsberichte von Unternehmen, die Elektromobilität bereits erfolgreich einsetzen.

48 Stunden E-Mobility B2B – praxisnah, kompakt und mit zahlreichen Möglichkeiten zum Austausch mit Expert:innen und Anwender:innen.

Tipp: Führerschein mitnehmen – Probefahrten sind ausdrücklich erwünscht!

Mitglieder der Wirtschaftskammer Wien profitieren von vergünstigten Tickets.

Ticktes und weitere Details: https://emokon.at/

Das Logistik 2030+ FORUM 2026 liefert starke Impulse für die Weiterentwicklung des Logistikstandorts Niederösterreich-Wien

Beim Logistik 2030+ FORUM 2026 am 19. Juni in der Wirtschaftskammer Wien diskutierten über 70 Expert:innen aus Wirtschaft und öffentlichem Bereich Herausforderungen und Lösungsansätze für die Weiterentwicklung der Logistikregion Wien-Niederösterreich.

Strategische Weichenstellungen zu aktuellen Themen standen im Mittelpunkt einer konstruktiven Veranstaltung, die von Gastgeber und Logistik 2030+ Beirat Christian Holzhauser, Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Wien (WKW), und Beate Färber-Venz, Spartenobfrau in der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WK NÖ), eröffnetet wurde.

FORUM-Tenor: Zukunftsfähige Logistik braucht sektorübergreifende Zusammenarbeit, klare Rahmenbedingungen und praxistaugliche Modelle.

Den fachlichen Auftakt bildeten Kurzpräsentationen zur Strategischen Agenda Logistik 2030+ (Michael Kopp, Land NÖ), zur Logistikstandortstrategie der österreichischen Bundesregierung (Franz Schwammenhöfer, Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur) sowie zum Masterplan Urbane Logistik der Stadt Wien (Sarah Bittner Krautsack, Stadt Wien).
Exemplarisch für die vielen aktuell laufenden Aktivitäten im Rahmen der Plattform, stellte Andrea Faast (WKW) das Projekt Zero Emission Charging vor.

v.l.n.re.: Christian Holzhauser, Michael Kopp, Franz Schwammenhöfer, Sarah Bittner-Krautsack, Beate Färber-Venz, Andrea Faast, Christian Moser, Patrick Hartweg

Konkrete Ansätze aus sechs Themenfeldern entwickelt

Im anschließenden Workshopteil entwickelten interdisziplinäre Teams in sechs zentralen Themenfeldern konkrete Ansatzpunkte für weitere Ausarbeitungen und Projekte.

Für deren Erfolg ist die enge Zusammenarbeit der Stakeholder entscheidend. Diese funktionierte im Workshop hervorragend und soll weiter ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit führte auch bereits zu 16 Kooperationsprojekten, die im Rahmen der Plattform umgesetzt werden.

Von der Planung zur Umsetzung: Urbane Logistik ganzheitlich betrachten

Im Bereich „Urbane Logistik“ wurde dem Sustainable Urban Logistics Planning große Bedeutung beigemessen. Entsprechend wurden zentrale Handlungsfelder identifiziert: der Aufbau klarer Ansprechpartnerstrukturen in Städten, die Verfügbarkeit und Aktivierung geeigneter Flächen sowie die stärkere Berücksichtigung logistischer Erfordernisse in der Stadtplanung. Neben Mikro-Hubs, Garagenlösungen und Ladeinfrastruktur wurde auch die Bedeutung von Daten sowie dem Wissenstransfer im Rahmen von Pilotprojekten betont.

Diskutiert wurde das Thema der virtuellen Ladezonen: Zusteller könnten über digitale Plattformen Zeitfenster buchen, anstatt auf physische Beschilderungen und markierte Bodenflächen angewiesen zu sein, die in der Praxis häufig blockiert sind. Gleichzeitig wurde unterstrichen, dass Logistik über den Transport von leichten und kleinen Gütern (KEP-Verkehre) hinausgeht und auch Handwerks- und Dienstleistungsverkehre stärker in Planungen integriert werden müssen.

Feinjustierung statt Neudefinition: City-Logistik gezielt weiterentwickeln

Bei den „Last Mile“-Lösungen herrschte weitgehend Einigkeit, dass die City-Logistik trotz hoher Komplexität bereits gut funktioniert und daher behutsam weiterentwickelt werden sollte. Als zentrale Herausforderung bleibt das Ladezonenmanagement – insbesondere die Frage nach Bedarf und optimaler Verortung. City-Hubs für gewissen Branchenverkehre wurden grundsätzlich unterstützt.

Die Workshopteilnehmer:innen wiesen aber darauf hin, dass jeder zusätzliche Umschlag Zeit benötigt und Kosten verursacht. Große Chancen sahen die Teilnehmenden in integrierten Logistik-Konzepten für Einkaufsstraßen. Auch die Weiterentwicklung von Parkgaragen zu multifunktionalen Logistikflächen („Garagen der Zukunft“) – etwa mit E-Ladeinfrastruktur, Paketboxen oder City-Logistikfunktionen – wurde als wichtiger Ansatz diskutiert. Regulatorischer Klarstellungsbedarf besteht insbesondere im Hinblick auf autonome Zustellsysteme im öffentlichen Raum.

Vom Randthema zum Effizienzfaktor: Baustellenlogistik im Aufbruch

Die „Baustellenlogistik“ ist aus Sicht der Teilnehmenden klar im Bewusstsein aller Beteiligten angekommen und wurde als Themenfeld mit großem Entwicklungspotenzial beschrieben. In Wien und darüber hinaus wird das Thema bereits in diversen Initiativen sowie im Rahmen des Sustainable Urban Logistics Planning (SULP) aufgegriffen. Im Fokus stehen insbesondere die Organisation von Anlieferungen, die eindeutige Definition und Auffindbarkeit von Points of Delivery auf der Baustelle, die digitale Steuerung und das Routing sowie die Bündelung und Vernetzung mit bestehenden Liefersystemen.

Gleichzeitig gewinnen Fragen der Datenintegration sowie der Berücksichtigung von Logistikanforderungen in Genehmigungen und Ausschreibungen an Bedeutung. Internationale Beispiele – etwa die Nutzung öffentlicher Flächen gegen Gebühr – zeigen zusätzliche Steuerungsansätze. Insgesamt wurde die Baustellenlogistik als ein Feld beschrieben, das sich aktuell in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und hier nun modernes Supply Chain Management Einzug findet.

Gemeinsam laden, emissionsfrei liefern: Neue Wege zur Zero-Emission-Logistik

Im Themenfeld „Zero Emission“ wurde Partner-Charging als ein wesentlicher Hebel identifiziert – insbesondere vor dem Hintergrund begrenzter Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Unternehmen sowie öffentliche und halböffentliche Einrichtungen stellen einander dabei Ladepunkte auf ihren Betriebsflächen zur Verfügung, basierend auf transparenten Tarifen und planbaren Ladezeiten. Für eine breite Umsetzung werden klare rechtliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit als entscheidend erachtet – sowohl auf regionaler als auch auf nationaler und internationaler Ebene.

Für den generellen Erfolg im Bereich der Elektrifizierung wurden neben bestehenden Anreizsystemen, wie etwa Mautbefreiungen bis 2030, angesichts angespannter Budgets verstärkt über nicht-monetäre Anreizmodelle diskutiert, etwa über Zero-Emission-Zones. Gleichzeitig gilt es, sektorale Anforderungen mitzudenken, wie beispielsweise Transporte, die Kühlung benötigen. Weitere Themen waren derAufbau von Lkw-Ladeparks mit entsprechender Infrastruktur und Anbindung sowie die Entwicklung einheitlicher Buchungsplattformen, um Fragmentierung zu vermeiden. Auch automatisiertes Laden wurde als Zukunftsthema adressiert.

Daten als Schlüsselressource: Potenziale nutzen, Transparenz schaffen

Im Bereich Daten und Datenmanagement wurde ein deutlicher Nachholbedarf festgestellt. Zwar sind in Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Stellen bereits große Mengen relevanter Daten vorhanden, doch fehlen vielfach Standards, Austauschformate und klare Rahmenbedingungen für die Nutzung. Offen ist zudem die Abgrenzung dessen, was unter „Logistikdaten“ verstanden wird und in welchem Umfang auch Unternehmensdaten einbezogen werden können.

Die Diskussion zeigte, dass grundsätzlich Kooperationsbereitschaft, gleichzeitig aber Themen wie Datenschutz, Betriebsgeheimnisse und Vertrauen adressiert werden müssen. Das sogenannte „Black-Box“-Problem bleibt eine zentrale Herausforderung. Als positiv wurde hervorgehoben, dass mit bestehenden Initiativen und Projekten sowie mit der Logistikstandortstrategie auf Bundesebene eine gute Ausgangsbasis geschaffen wurde, um sich dem Thema strukturiert zu nähern. Klar ist auch, dass Datenlösungen nicht isoliert für einzelne Regionen gedacht werden können, sondern eine österreichweite Perspektive benötigen.

Zwischen Flächenkonkurrenz und Innovation: Logistikstandorte neu denken

Im Themenfeld „Standort / Innovation / Modal Shift“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie logistische Infrastruktur künftig weiterentwickelt werden kann. Diskutiert wurde unter anderem, ob und unter welchen Voraussetzungen die Region einen zusätzlichen Terminalstandort benötigt und inwieweit vorhandene Infrastrukturen, Anschlussbahnen und Ladegleise effizient genutzt werden können. Herausforderungen bestehen insbesondere in der Wirtschaftlichkeit klassischer, personalintensiver Systeme im Einzelwagenverkehr und mit hohem Verschubaufwand.

Gleichzeitig zeigen erste Pilotprojekte wie SARI das vorhandene Potenzial für innovative Lösungen, etwa durch die Entwicklung und Test teilautonom fahrender Güterwagen auf der Schiene. Mit neuen Flächenanforderungen entstehen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten, die jedoch auch im Kontext konkurrierender Nutzungen, etwa durch Datencenter, betrachtet werden müssen. Als Zukunftsperspektiven – jedoch mit großem Fragezeichen – wurden unter anderem Drohnenlogistik oder die Nutzung bestehender Infrastrukturen wie der U-Bahn für kleinere Güter diskutiert. Insgesamt wurde betont, dass es neben strategischen Konzepten vor allem pragmatische Umsetzungsideen braucht, unterstützt durch regionale Koordinationsstellen, die Angebot und Nachfrage – insbesondere im Schienenbereich – zusammenbringen.

Das Fazit des Logistik 2030+ FORUMS 2026 von Beirat Werner Pracherstorfer (Land NÖ) fiel klar aus: Die Plattform hat ihre Funktion als praxisnaher Dialog- und Arbeitsraum eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Vielzahl an substanziellen Beiträgen liefert eine starke Grundlage für die weitere Bearbeitung der Themen und für konkrete nächste Schritte zur Stärkung des Logistikstandorts Niederösterreich-Wien

Impressionen der Veranstaltung

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Vom Randthema zum Effizienzfaktor: Baustellenlogistik im Aufbruch

„Baustellenlogistik“ zählt zu den größten Verursachern von Verkehr und Transportbewegungen in Städten. Gerade in Ballungszentren wie dem Raum Wien kann organisiertes und koordiniertes Vorgehen einen wesentlichen Beitrag leisten – im Sinne der Ökologie und der Wirtschaftlichkeit für alle Beteiligten. Aus Sicht von @Gerald Gregori (BVL / Gregori Consulting) ist sie klar im Bewusstsein aller Beteiligten angekommen und wird als Themenfeld mit großem Entwicklungspotenzial gesehen. In Wien und darüber hinaus wird das Thema bereits in diversen Initiativen sowie im Rahmen der EU-Initiative „Sustainable Urban Logistics Plan“ (SULP) aufgegriffen. Im Fokus stehen insbesondere die Organisation von Anlieferungen, die eindeutige Adressierung und damit Auffindbarkeit von Points of Delivery (POD) auf der Baustelle, das intelligente Routing sowie die Bündelung und Vernetzung mit bestehenden Liefersystemen.

Gleichzeitig gewinnen Fragen der Datenintegration sowie der Berücksichtigung von Logistikanforderungen in Genehmigungen und Ausschreibungen an Bedeutung. Internationale Beispiele – etwa die Nutzung öffentlicher Flächen gegen Gebühr für die Logistik von Baustellen – zeigen zusätzliche Steuerungsansätze.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Gemeinsam laden, emissionsfrei liefern: Neue Wege zur Zero-Emission-Logistik

Partner-Charging ist ein wesentlicher Hebel und für die Wirtschaft wichtig, betont @Markus Schuster von Herry Consult im Logistik 2030+ Video – insbesondere vor dem Hintergrund begrenzter Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Unternehmen sowie öffentliche und halböffentliche Einrichtungen stellen einander dabei Ladepunkte auf ihren Betriebsflächen zur Verfügung, basierend auf transparenten Tarifen und planbaren Ladezeiten. Für eine breite Umsetzung werden klare rechtliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit als entscheidend erachtet – sowohl auf regionaler als auch auf nationaler und internationaler Ebene.

Planungssicherheit meint, dass Tarife und Ladezeiten für Unternehmen über einen längerfristigen Zeitraum kalkulierbar sind. So können auch Unternehmen, insbesondere bei Nutzfahrzeugen der Klassen N2 und N3 auf Elektromobilität umstellen, auch wenn sie keine eigene Ladeinfrastruktur aufbauen können.

Für den generellen Erfolg im Bereich der Elektrifizierung wurde beim Logistik 2030+ FORUM neben bestehenden Anreizsystemen, wie etwa Mautbefreiungen bis 2030, angesichts angespannter Budgets verstärkt über nicht-monetäre Anreizmodelle diskutiert, etwa über Zero-Emission-Zones. Gleichzeitig gilt es, sektorale Anforderungen mitzudenken, wie beispielsweise Transporte, die Kühlung benötigen. Weitere Themen waren der Aufbau von Lkw-Ladeparks mit entsprechender Infrastruktur und die Entwicklung sowie Anbindung einheitlicher Buchungsplattformen, um Fragmentierung zu vermeiden. Auch automatisiertes Laden wurde als Zukunftsthema adressiert.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Zwischen Flächenkonkurrenz und Innovation: Logistikstandorte neu denken

Wien und Niederösterreich sind dynamisch wachsende Regionen, die gleichzeitig vor klimatischen und technologischen Veränderungen stehen. Auch der Güterverkehr nimmt zu. Umso wichtiger ist es, Transportströme effizient zu gestalten und mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern.

Doch wie lassen sich zusätzliche Kapazitäten schaffen, etwa zwischen dem Norden und Süden Wiens?

Dazu gibt es unterschiedliche Ansätze: von einem zusätzlichen Terminalstandort bis zur besseren Nutzung bestehender Anschlussbahnen und Ladegleise. Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie klassische Systeme des Einzelwagenverkehrs wirtschaftlich betrieben und weiterentwickelt werden können.

Klar ist: Die Zukunft der Logistik braucht innovative Konzepte, eine intelligente Nutzung vorhandener Infrastruktur und eine enge Zusammenarbeit aller Akteure, um Bündelungseffekte zu erzielen.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Logistik bei der Stadtentwicklung von Beginn an mitdenken

Für Chiara Kupnik (Urban Innovation Vienna) bedeutet nachhaltige Logistik mehr als die Elektrifizierung von Fahrzeugen. Es geht auch darum, Verkehr zu vermeiden und Logistikprozesse effizienter zu gestalten.
Ein entscheidender Hebel liegt darin, Logistikbedarfe bereits frühzeitig in Stadtentwicklungsprojekte zu integrieren, daraus zu lernen und innovative Lösungsansätze daraus in den bestehenden Stadtraum zu übertragen.

Zu den zentralen Ansatzpunkten zählen:

  • klare Ansprechpartnerstrukturen in Städten
  • die Verfügbarkeit und Aktivierung geeigneter Flächen
  • die stärkere Berücksichtigung logistischer Anforderungen in städtischen Prozessen
  • Neben Mikro-Hubs, Garagenlösungen und Ladeinfrastruktur spielen auch Daten, Monitoring und der Wissenstransfer aus Pilotprojekten eine wichtige Rolle.

Mit dem Wegweiser Quartierslogistik hat die Stadt Wien bereits ein wichtiges Instrument geschaffen. Klar ist dabei: Logistik endet nicht bei Paket- und Kurierdiensten. Auch Handwerks- und Dienstleistungsverkehre müssen stärker in die Planung einbezogen werden.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Daten als Schlüsselressource: Potenziale nutzen, Transparenz schaffen

Daten gelten als wichtiger Treiber für die Weiterentwicklung von Logistik und Güterverkehr. In Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Stellen sind bereits große Mengen relevanter Informationen vorhanden. Doch vielfach fehlen Standards, gemeinsame Austauschformate und klare Rahmenbedingungen für deren Nutzung.
Gleichzeitig stellt sich die Frage, welche Daten künftig als „Logistikdaten“ verstanden werden und wie auch Unternehmensdaten sinnvoll eingebunden werden können.
Klar ist: Die Herausforderungen lassen sich nicht im Silodenken lösen. Gefragt sind Kooperation, Koordination und gemeinsame Standards. Denn Datenlösungen dürfen nicht an regionalen Grenzen enden, sondern brauchen eine österreichweite Perspektive.

Zum Vergrößern auf das jeweilige Bild klicken.

Copyright Logistik 2030+ / Tristan Brucker

Links

Logistikstandortstrategie der österreichischen Bundesregierung 
Franz Schwammenhöfer, Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur

Masterplan Urbane Logistik der Stadt Wien 
Sarah Bittner Krautsack, Stadt Wien

NÖ PowerDay 2026: Erfolgreiche Lösungen für Mobilitäts- und Energiewende in Unternehmen

Der erste NÖ PowerDay, eine gemeinsame Veranstaltung von BVe und Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), setzte am 1. Juni 2026 ein starkes Zeichen für die Mobilitäts- und Energiewende in Unternehmen. Zahlreiche Wirtschaftstreibende nutzten die Gelegenheit, sich in der WKNÖ über konkrete, bereits verfügbare Lösungen zu informieren.

Im Mittelpunkt standen elektrische Fuhrparklösungen, Energieeffizienzmaßnahmen, Fördermöglichkeiten sowie individuelle Beratungsangebote für Unternehmen. Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, innovative Fahrzeuge direkt vor Ort zu testen. Gleichzeitig bot der PowerDay eine ideale Plattform für Networking, Erfahrungsaustausch und praxisnahe Einblicke in die wirtschaftliche Umsetzung der Energiewende.

Einen Rückblick auf die Veranstaltung finden Sie hier: https://www.bve.or.at/n%C3%B6-powerday-2026

Masterplan Urbane Logistik

Die Stadt Wien hat den ersten umfassenden Masterplan für urbane Logistik beschlossen – ein wichtiger Meilenstein für nachhaltigen Wirtschaftsverkehr.

Ziel ist es, urbane Logistik als Schlüssel für eine klimafitte, effiziente und wettbewerbsfähige Stadtregion weiterzuentwickeln – durch smarte Abläufe, flächenschonende Lösungen, zukunftsfähige Infrastruktur und starke, regionale Kooperationen.

Logistik 2030+ verfolgt diese Ziele ebenso. Daher ist das ein wichtiger Anknüpfungspunkt für unsere Arbeit in der Region.

Der Masterplan ist online abrufbar unter: https://lnkd.in/dfp25VjD

Beitrag vom 28. Mai 2026 in der Wiener Wirtschaft dazu:

Das Kooperationsprojekt Zero Emission Transport wächst weiter

Das Logistik 2030+ Kooperationsprojekt Zero Emission Transport – eine Initiative der Wirtschaftskammer Wien – umfasst bereits 50 Unternehmen, die emissionsfrei im Zentrum von Wien unterwegs sind.

Beim dritten Jahresevent des Projekts wurde klar gezeigt, dass Betriebe aus Wien und Niederösterreich zunehmend auf emissionsfreie Fahrzeuge setzen. Neu mit dabei sind unter anderen PORR, Ankerbrot und Saubermacher.

Die Wirkung bisher:

  • mehr als 5 Mio. Kilometer emissionsfrei zurückgelegt
  • 2.000 Tonnen CO₂ eingespart
  • über 1 Tonne Stickoxide vermieden

Das entspricht ungefähr der jährlichen CO₂-Aufnahme von 150 Hektar Wald, also 2/3 der Fläche des Praters oder in etwa der Fläche des 6. Wiener Gemeindebezirks.  

Presseaussendung:: Ludwig/Ruck: 50 Betriebe bei emissionsfreiem Transport in Wien – Presse-Service

Alle Infos zum Kooperationsprojekt im Detail: Zero Emission Transport (ZET) – Logistik 2030+

Copyright: Florian Wiesinger

STELE Webinar: Das 1×1 der Elektrifizierung

29. April von 12:00–12:45 Uhr

Im Webinar „Das 1×1 der Elektrifizierung“ erhalten Sie einen kompakten Überblick darüber, wie Unternehmen den Einstieg in die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen gestalten können – von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung.

Das 1×1 der Elektrifizierung: Im Rahmen eines „Lunch & Learn“ werden die wichtigsten Schritte bei der Umstellung auf elektrische Nutzfahrzeuge erklärt – speziell für Unternehmen, die sich neu mit diesem Thema befassen wollen.

Die Teilnahme ist kostenlos.

Anmeldung & Infos: STELE Webinar: Das 1×1 der Elektrifizierung

Charge with Friends

Die Elektrifizierung im Verkehr – so auch von Nutzfahrzeugen und im Personen- und Schwerverkehr – schreitet in Windeseile voran. Damit werden Ladeverfügbarkeit, ein infrastrukturell richtiges Depot-Charging sowie die Stromkosten zu einem entscheidenden Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Insbesondere wenn extern – also öffentlich – geladen werden muss, sind Ladevorgänge häufig deutlich teurer und lassen es somit nicht zu, die Elektrifizierung wirtschaftlich darzustellen.  

Genau hier setzt unsere Initiative “Charge with Friends” an: Wir bauen ein österreichweites Netzwerk auf, in dem sich Logistiker mit ihren Depotlade-Hubs zusammenschließen und bilateral Strom beziehen bzw. bereitstellen können – zu individuell vereinbarten, vor allem aber moderaten Konditionen. So lassen sich öffentliche Ladevorgänge vermeiden und bestehende Ladeinfrastrukturen besser auslasten.   Ziel ist, dass das teure, öffentliche Laden mit der Initiative “Charge with Friends” der Vergangenheit angehört.

Das Motto lautet: Von Logistikern – für Logistiker!
ProjektpartnerkW-Solutions (KWMS GmbH), ARGE Logcom – Friends on the Road
Projektlaufzeit03/2026 bis offen
FinanzierungEigenmittel
AnsprechpartnerRoman Schachenhofer
Projektmanager Charge with Friends
KWMS GmbH
Stolberggasse 26/1.05, 1050 Wien
0676 524 12 36
roman.schachenhofer@kw-solutions.at

1. Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung

Immer mehr Transportunternehmen, die auf Elektromobilität setzen, bauen eigene Energieökosysteme auf – bestehend aus Photovoltaik, Speicheranlagen und Ladeinfrastruktur – um ein hohes Maß an Autarkie zu erreichen. Das schafft Planungssicherheit und reduziert die Abhängigkeit von volatilen Energie- und Treibstoffpreisen. Ein Vorteil, der gerade in dieser geopolitischen Lage wichtiger denn je ist.

Doch diese Entwicklung bringt auch Herausforderungen mit sich: Durch isoliertes Agieren entstehen parallel zueinander zahlreiche, umfangreiche und nicht öffentliche Ladeinfrastrukturen, die oft nicht optimal ausgelastet werden.

Zusätzlich zu diesem noch nutzbaren Potenzial gibt es das Problem des öffentlichen Ladens: Die Kosten bei öffentlichen Ladestationen sind durchschnittlich zu hoch, sodass manche Routen nicht wirtschaftlich elektrifiziert befahren werden können. Darüber hinaus gibt es nicht ausreichend Angebote, die in Dimension und Leistung für LKW ausgelegt sind.

2. Projektbeschreibung

Die Lösung liegt in der Vernetzung: Charge with Friends. Über die Plattform können sich Transportunternehmen gegenseitig finden, kontaktieren und zu beiderseitigem Vorteil Depot-Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen.

Die Preisgestaltung bleibt dabei flexibel: Anbieter:innen bestimmen selbst, zu welchen Konditionen sie ihren Strom anbieten. Nutzer:innen sehen die Tarife und alle relevanten Informationen zum Laden am Standort transparent vorab und bekommen auch über die Plattform vollautomatisiert die Abrechnung.

3. Wirkung und Beitrag zu Logistik 2030+

Mit Charge with Friends wird die Elektromobilität im Transportsektor wirtschaftlicher und variabler einsetzbar. Durch Preise von etwa 35 ct/kWh wird das Laden auch unterwegs dem Diesel ebenbürtig. Das trägt zur Skalierung und zur Beschleunigung der Mobilitätswende im Transportsektor dabei. Der direkte Effekt ist CO2 Einsparung und weniger Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen.

© Paul Gruber