Bericht in der Wiener Wirtschaft Ausgabe 25. Juni 2026

Bericht in der Wiener Wirtschaft Ausgabe 25. Juni 2026

Beim Logistik 2030+ FORUM 2026 am 19. Juni in der Wirtschaftskammer Wien diskutierten über 70 Expert:innen aus Wirtschaft und öffentlichem Bereich Herausforderungen und Lösungsansätze für die Weiterentwicklung der Logistikregion Wien-Niederösterreich.
Strategische Weichenstellungen zu aktuellen Themen standen im Mittelpunkt einer konstruktiven Veranstaltung, die von Gastgeber und Logistik 2030+ Beirat Christian Holzhauser, Spartenobmann in der Wirtschaftskammer Wien (WKW), und Beate Färber-Venz, Spartenobfrau in der Wirtschaftskammer Niederösterreich (WK NÖ), eröffnetet wurde.
FORUM-Tenor: Zukunftsfähige Logistik braucht sektorübergreifende Zusammenarbeit, klare Rahmenbedingungen und praxistaugliche Modelle.
Den fachlichen Auftakt bildeten Kurzpräsentationen zur Strategischen Agenda Logistik 2030+ (Michael Kopp, Land NÖ), zur Logistikstandortstrategie der österreichischen Bundesregierung (Franz Schwammenhöfer, Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur) sowie zum Masterplan Urbane Logistik der Stadt Wien (Sarah Bittner Krautsack, Stadt Wien).
Exemplarisch für die vielen aktuell laufenden Aktivitäten im Rahmen der Plattform, stellte Andrea Faast (WKW) das Projekt Zero Emission Charging vor.

v.l.n.re.: Christian Holzhauser, Michael Kopp, Franz Schwammenhöfer, Sarah Bittner-Krautsack, Beate Färber-Venz, Andrea Faast, Christian Moser, Patrick Hartweg
Konkrete Ansätze aus sechs Themenfeldern entwickelt
Im anschließenden Workshopteil entwickelten interdisziplinäre Teams in sechs zentralen Themenfeldern konkrete Ansatzpunkte für weitere Ausarbeitungen und Projekte.
Für deren Erfolg ist die enge Zusammenarbeit der Stakeholder entscheidend. Diese funktionierte im Workshop hervorragend und soll weiter ausgebaut werden. Die Zusammenarbeit führte auch bereits zu 16 Kooperationsprojekten, die im Rahmen der Plattform umgesetzt werden.

Von der Planung zur Umsetzung: Urbane Logistik ganzheitlich betrachten
Im Bereich „Urbane Logistik“ wurde dem Sustainable Urban Logistics Planning große Bedeutung beigemessen. Entsprechend wurden zentrale Handlungsfelder identifiziert: der Aufbau klarer Ansprechpartnerstrukturen in Städten, die Verfügbarkeit und Aktivierung geeigneter Flächen sowie die stärkere Berücksichtigung logistischer Erfordernisse in der Stadtplanung. Neben Mikro-Hubs, Garagenlösungen und Ladeinfrastruktur wurde auch die Bedeutung von Daten sowie dem Wissenstransfer im Rahmen von Pilotprojekten betont.
Diskutiert wurde das Thema der virtuellen Ladezonen: Zusteller könnten über digitale Plattformen Zeitfenster buchen, anstatt auf physische Beschilderungen und markierte Bodenflächen angewiesen zu sein, die in der Praxis häufig blockiert sind. Gleichzeitig wurde unterstrichen, dass Logistik über den Transport von leichten und kleinen Gütern (KEP-Verkehre) hinausgeht und auch Handwerks- und Dienstleistungsverkehre stärker in Planungen integriert werden müssen.
Feinjustierung statt Neudefinition: City-Logistik gezielt weiterentwickeln
Bei den „Last Mile“-Lösungen herrschte weitgehend Einigkeit, dass die City-Logistik trotz hoher Komplexität bereits gut funktioniert und daher behutsam weiterentwickelt werden sollte. Als zentrale Herausforderung bleibt das Ladezonenmanagement – insbesondere die Frage nach Bedarf und optimaler Verortung. City-Hubs für gewissen Branchenverkehre wurden grundsätzlich unterstützt.
Die Workshopteilnehmer:innen wiesen aber darauf hin, dass jeder zusätzliche Umschlag Zeit benötigt und Kosten verursacht. Große Chancen sahen die Teilnehmenden in integrierten Logistik-Konzepten für Einkaufsstraßen. Auch die Weiterentwicklung von Parkgaragen zu multifunktionalen Logistikflächen („Garagen der Zukunft“) – etwa mit E-Ladeinfrastruktur, Paketboxen oder City-Logistikfunktionen – wurde als wichtiger Ansatz diskutiert. Regulatorischer Klarstellungsbedarf besteht insbesondere im Hinblick auf autonome Zustellsysteme im öffentlichen Raum.
Vom Randthema zum Effizienzfaktor: Baustellenlogistik im Aufbruch
Die „Baustellenlogistik“ ist aus Sicht der Teilnehmenden klar im Bewusstsein aller Beteiligten angekommen und wurde als Themenfeld mit großem Entwicklungspotenzial beschrieben. In Wien und darüber hinaus wird das Thema bereits in diversen Initiativen sowie im Rahmen des Sustainable Urban Logistics Planning (SULP) aufgegriffen. Im Fokus stehen insbesondere die Organisation von Anlieferungen, die eindeutige Definition und Auffindbarkeit von Points of Delivery auf der Baustelle, die digitale Steuerung und das Routing sowie die Bündelung und Vernetzung mit bestehenden Liefersystemen.
Gleichzeitig gewinnen Fragen der Datenintegration sowie der Berücksichtigung von Logistikanforderungen in Genehmigungen und Ausschreibungen an Bedeutung. Internationale Beispiele – etwa die Nutzung öffentlicher Flächen gegen Gebühr – zeigen zusätzliche Steuerungsansätze. Insgesamt wurde die Baustellenlogistik als ein Feld beschrieben, das sich aktuell in einem frühen Entwicklungsstadium befindet und hier nun modernes Supply Chain Management Einzug findet.
Gemeinsam laden, emissionsfrei liefern: Neue Wege zur Zero-Emission-Logistik
Im Themenfeld „Zero Emission“ wurde Partner-Charging als ein wesentlicher Hebel identifiziert – insbesondere vor dem Hintergrund begrenzter Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum. Unternehmen sowie öffentliche und halböffentliche Einrichtungen stellen einander dabei Ladepunkte auf ihren Betriebsflächen zur Verfügung, basierend auf transparenten Tarifen und planbaren Ladezeiten. Für eine breite Umsetzung werden klare rechtliche Rahmenbedingungen und Planungssicherheit als entscheidend erachtet – sowohl auf regionaler als auch auf nationaler und internationaler Ebene.
Für den generellen Erfolgt im Bereich der Elektrifizierung wurden neben bestehenden Anreizsystemen, wie etwa Mautbefreiungen bis 2030, angesichts angespannter Budgets verstärkt über nicht-monetäre Anreizmodelle diskutiert, etwa über Zero-Emission-Zones. Gleichzeitig gilt es, sektorale Anforderungen mitzudenken, wie beispielsweise Transporte, die Kühlung benötigen. Weitere Themen waren der Aufbau von Lkw-Ladeparks mit entsprechender Infrastruktur und Anbindung sowie die Entwicklung einheitlicher Buchungsplattformen, um Fragmentierung zu vermeiden. Auch automatisiertes Laden wurde als Zukunftsthema adressiert.
Daten als Schlüsselressource: Potenziale nutzen, Transparenz schaffen
Im Bereich Daten und Datenmanagement wurde ein deutlicher Nachholbedarf festgestellt. Zwar sind in Unternehmen, Organisationen und öffentlichen Stellen bereits große Mengen relevanter Daten vorhanden, doch fehlen vielfach Standards, Austauschformate und klare Rahmenbedingungen für die Nutzung. Offen ist zudem die Abgrenzung dessen, was unter „Logistikdaten“ verstanden wird und in welchem Umfang auch Unternehmensdaten einbezogen werden können.
Die Diskussion zeigte, dass grundsätzlich Kooperationsbereitschaft, gleichzeitig aber Themen wie Datenschutz, Betriebsgeheimnisse und Vertrauen adressiert werden müssen. Das sogenannte „Black-Box“-Problem bleibt eine zentrale Herausforderung. Als positiv wurde hervorgehoben, dass mit bestehenden Initiativen und Projekten sowie mit der Logistikstandortstrategie auf Bundesebene eine gute Ausgangsbasis geschaffen wurde, um sich dem Thema strukturiert zu nähern. Klar ist auch, dass Datenlösungen nicht isoliert für einzelne Regionen gedacht werden können, sondern eine österreichweite Perspektive benötigen.
Zwischen Flächenkonkurrenz und Innovation: Logistikstandorte neu denken
Im Themenfeld „Standort / Innovation / Modal Shift“ stand die Frage im Mittelpunkt, wie logistische Infrastruktur künftig weiterentwickelt werden kann. Diskutiert wurde unter anderem, ob und unter welchen Voraussetzungen die Region einen zusätzlichen Terminalstandort benötigt und inwieweit vorhandene Infrastrukturen, Anschlussbahnen und Ladegleise effizient genutzt werden können. Herausforderungen bestehen insbesondere in der Wirtschaftlichkeit klassischer, personalintensiver Systeme im Einzelwagenverkehr und mit hohem Verschubaufwand.
Gleichzeitig zeigen erste Pilotprojekte wie SARI das vorhandene Potenzial für innovative Lösungen, etwa durch die Entwicklung und Test teilautonom fahrender Güterwagen auf der Schiene. Mit neuen Flächenanforderungen entstehen zusätzliche Entwicklungsmöglichkeiten, die jedoch auch im Kontext konkurrierender Nutzungen, etwa durch Datencenter, betrachtet werden müssen. Als Zukunftsperspektiven – jedoch mit großem Fragezeichen – wurden unter anderem Drohnenlogistik oder die Nutzung bestehender Infrastrukturen wie der U-Bahn für kleinere Güter diskutiert. Insgesamt wurde betont, dass es neben strategischen Konzepten vor allem pragmatische Umsetzungsideen braucht, unterstützt durch regionale Koordinationsstellen, die Angebot und Nachfrage – insbesondere im Schienenbereich – zusammenbringen.
Das Fazit des Logistik 2030+ FORUMS 2026 von Beirat Werner Pracherstorfer (Land NÖ) fiel klar aus: Die Plattform hat ihre Funktion als praxisnaher Dialog- und Arbeitsraum eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Die Vielzahl an substanziellen Beiträgen liefert eine starke Grundlage für die weitere Bearbeitung der Themen und für konkrete nächste Schritte zur Stärkung des Logistikstandorts Niederösterreich-Wien
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Copyright Logistik 2030+ / Tristan Brucker
Der erste NÖ PowerDay, eine gemeinsame Veranstaltung von BVe und Wirtschaftskammer Niederösterreich (WKNÖ), setzte am 1. Juni 2026 ein starkes Zeichen für die Mobilitäts- und Energiewende in Unternehmen. Zahlreiche Wirtschaftstreibende nutzten die Gelegenheit, sich in der WKNÖ über konkrete, bereits verfügbare Lösungen zu informieren.
Im Mittelpunkt standen elektrische Fuhrparklösungen, Energieeffizienzmaßnahmen, Fördermöglichkeiten sowie individuelle Beratungsangebote für Unternehmen. Ein besonderes Highlight war die Möglichkeit, innovative Fahrzeuge direkt vor Ort zu testen. Gleichzeitig bot der PowerDay eine ideale Plattform für Networking, Erfahrungsaustausch und praxisnahe Einblicke in die wirtschaftliche Umsetzung der Energiewende.
Einen Rückblick auf die Veranstaltung finden Sie hier: https://www.bve.or.at/n%C3%B6-powerday-2026
Die Stadt Wien hat den ersten umfassenden Masterplan für urbane Logistik beschlossen – ein wichtiger Meilenstein für nachhaltigen Wirtschaftsverkehr.
Ziel ist es, urbane Logistik als Schlüssel für eine klimafitte, effiziente und wettbewerbsfähige Stadtregion weiterzuentwickeln – durch smarte Abläufe, flächenschonende Lösungen, zukunftsfähige Infrastruktur und starke, regionale Kooperationen.
Logistik 2030+ verfolgt diese Ziele ebenso. Daher ist das ein wichtiger Anknüpfungspunkt für unsere Arbeit in der Region.
Der Masterplan ist online abrufbar unter: https://lnkd.in/dfp25VjD
Beitrag vom 28. Mai 2026 in der Wiener Wirtschaft dazu:


Alle Details zum Projekt und den Ergebnissen finden Sie unter https://www.logistik2030.at/baustellenlogistik/
Das Logistik 2030+ Kooperationsprojekt Zero Emission Transport – eine Initiative der Wirtschaftskammer Wien – umfasst bereits 50 Unternehmen, die emissionsfrei im Zentrum von Wien unterwegs sind.
Beim dritten Jahresevent des Projekts wurde klar gezeigt, dass Betriebe aus Wien und Niederösterreich zunehmend auf emissionsfreie Fahrzeuge setzen. Neu mit dabei sind unter anderen PORR, Ankerbrot und Saubermacher.
Die Wirkung bisher:
Das entspricht ungefähr der jährlichen CO₂-Aufnahme von 150 Hektar Wald, also 2/3 der Fläche des Praters oder in etwa der Fläche des 6. Wiener Gemeindebezirks.
Presseaussendung:: Ludwig/Ruck: 50 Betriebe bei emissionsfreiem Transport in Wien – Presse-Service
Alle Infos zum Kooperationsprojekt im Detail: Zero Emission Transport (ZET) – Logistik 2030+

Copyright: Florian Wiesinger
29. April von 12:00–12:45 Uhr
Im Webinar „Das 1×1 der Elektrifizierung“ erhalten Sie einen kompakten Überblick darüber, wie Unternehmen den Einstieg in die Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen gestalten können – von den ersten Überlegungen bis zur Umsetzung.
Das 1×1 der Elektrifizierung: Im Rahmen eines „Lunch & Learn“ werden die wichtigsten Schritte bei der Umstellung auf elektrische Nutzfahrzeuge erklärt – speziell für Unternehmen, die sich neu mit diesem Thema befassen wollen.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Anmeldung & Infos: STELE Webinar: Das 1×1 der Elektrifizierung

| Die Elektrifizierung im Verkehr – so auch von Nutzfahrzeugen und im Personen- und Schwerverkehr – schreitet in Windeseile voran. Damit werden Ladeverfügbarkeit, ein infrastrukturell richtiges Depot-Charging sowie die Stromkosten zu einem entscheidenden Faktor für die Wirtschaftlichkeit. Insbesondere wenn extern – also öffentlich – geladen werden muss, sind Ladevorgänge häufig deutlich teurer und lassen es somit nicht zu, die Elektrifizierung wirtschaftlich darzustellen. Genau hier setzt unsere Initiative “Charge with Friends” an: Wir bauen ein österreichweites Netzwerk auf, in dem sich Logistiker mit ihren Depotlade-Hubs zusammenschließen und bilateral Strom beziehen bzw. bereitstellen können – zu individuell vereinbarten, vor allem aber moderaten Konditionen. So lassen sich öffentliche Ladevorgänge vermeiden und bestehende Ladeinfrastrukturen besser auslasten. Ziel ist, dass das teure, öffentliche Laden mit der Initiative “Charge with Friends” der Vergangenheit angehört. Das Motto lautet: Von Logistikern – für Logistiker! |
| Projektpartner | kW-Solutions (KWMS GmbH), ARGE Logcom – Friends on the Road |
| Projektlaufzeit | 03/2026 bis offen |
| Finanzierung | Eigenmittel |
| Ansprechpartner | Roman Schachenhofer Projektmanager Charge with Friends KWMS GmbH Stolberggasse 26/1.05, 1050 Wien 0676 524 12 36 roman.schachenhofer@kw-solutions.at |
Immer mehr Transportunternehmen, die auf Elektromobilität setzen, bauen eigene Energieökosysteme auf – bestehend aus Photovoltaik, Speicheranlagen und Ladeinfrastruktur – um ein hohes Maß an Autarkie zu erreichen. Das schafft Planungssicherheit und reduziert die Abhängigkeit von volatilen Energie- und Treibstoffpreisen. Ein Vorteil, der gerade in dieser geopolitischen Lage wichtiger denn je ist.
Doch diese Entwicklung bringt auch Herausforderungen mit sich: Durch isoliertes Agieren entstehen parallel zueinander zahlreiche, umfangreiche und nicht öffentliche Ladeinfrastrukturen, die oft nicht optimal ausgelastet werden.
Zusätzlich zu diesem noch nutzbaren Potenzial gibt es das Problem des öffentlichen Ladens: Die Kosten bei öffentlichen Ladestationen sind durchschnittlich zu hoch, sodass manche Routen nicht wirtschaftlich elektrifiziert befahren werden können. Darüber hinaus gibt es nicht ausreichend Angebote, die in Dimension und Leistung für LKW ausgelegt sind.
Die Lösung liegt in der Vernetzung: Charge with Friends. Über die Plattform können sich Transportunternehmen gegenseitig finden, kontaktieren und zu beiderseitigem Vorteil Depot-Ladeinfrastruktur zur Verfügung stellen.
Die Preisgestaltung bleibt dabei flexibel: Anbieter:innen bestimmen selbst, zu welchen Konditionen sie ihren Strom anbieten. Nutzer:innen sehen die Tarife und alle relevanten Informationen zum Laden am Standort transparent vorab und bekommen auch über die Plattform vollautomatisiert die Abrechnung.
Mit Charge with Friends wird die Elektromobilität im Transportsektor wirtschaftlicher und variabler einsetzbar. Durch Preise von etwa 35 ct/kWh wird das Laden auch unterwegs dem Diesel ebenbürtig. Das trägt zur Skalierung und zur Beschleunigung der Mobilitätswende im Transportsektor dabei. Der direkte Effekt ist CO2 Einsparung und weniger Abhängigkeit von fossilen Treibstoffen.

© Paul Gruber
Am 01. Juni 2026 findet erstmalig an der Wirtschaftskammer NÖ der „Powerday 2026“ statt.
Ein ganzer Tag im Zeichen von E-Mobilität, Lade- und Abrechnungslösungen sowie für Erneuerbare Energie und Energiegemeinschaften.
Im Mittelpunkt stehen Klein- und Mittelunternehmen mit ihren Lösungen und ihrem Bedarf.
Die Veranstalter rechnen mit über 120 interessierten Besuchern aus Gewerbe, Flotte und Tourismus. Der Besuch des „Powerday 2026“ ist für Mitglieder der Wirtschaftskammer NÖ kostenfrei.
Drei Fachpanels mit Impulsvorträgen und Podiumsdiskussionen bilden im Konferenzbereich den fachlichen „Kern“ des Powerday:
Und es gibt – begleitend zur Konferenz – auch einen Ausstellungsbereich, für Produkte und Lösungen zu diesen Themen. „Was am Podium gesagt wird, soll die Besucherin bzw. der Besucher auch in der Fachausstellung wiederfinden können.“ Das ist der Leitsatz des Powerday!
Was bietet der „Powerday“ für Aussteller:
In Summe werden wir am 01. Juni für über 60 Aussteller Platz schaffen und das zu extrem günstigen Konditionen!
Sie haben Interesse als Aussteller beim „Powerday 2026“ der WKNÖ & des BVe dabei zu sein?
Fordern sie hier die Ausstellerunterlagen an: AUSSTELLERUNTERLAGEN PowerDay 2026
Impressionen vom Powerday Wien: www.bve.or.at/ev-pv-powerday-2024
Anmeldungen unter: Anmeldeformular | BVe
Für Rückfragen:
Mag. Patrick Hartweg
Leiter Abteilung Außenwirtschaft, Europa und Verkehrspolitik
Wirtschaftskammer Niederösterreich
Tel.: +43 2742 851-16400
Mail: patrick.hartweg@wknoe.at
Zur Veranstaltungswebsite: Powerday 2026 | BVe
Der Ansatz zur KI‑gestützten Optimierung von LKW‑Routen zeigt, wie moderne Technologien Effizienz steigern und Transportprozesse smarter machen. Bei der Plattform Logistik 2030+ werden solche Entwicklungen mit großem Interesse verfolgt.
Besonders spannend für Logistik 2030+ ist, wie das Projekt zentrale Aspekte in mehreren Themenclustern unterstützt:
Glückwunsch diesem gelungenen Innovationsschritt! Solche Projekte zeigen, wie zukunftsfit regionale Logistik heute bereits sein kann. Derartige Best Practice Beispiele finden hoffentlich viele Nachahmer und bringen neue Ideen auf den Weg.
Lesen Sie dazu den Artikel in der „Wirtschaft in NÖ“, Ausgabe 1/2026, Seite 39

Zustellungen von Material und Werkzeugen an Baustellen erfolgen zunehmend auch als Paket- oder Stückgutsendung. Auf Baustellen sind jedoch meist unterschiedliche Gewerke, Subunternehmer und temporäre Arbeitskräfte parallel tätig, was zu unterschiedlichen Problemen führen kann, wie:
Lösungsansatz
Vor allem im urbanen Raum soll durch den Einsatz einer „BaustellenBox“ die Zustellung solcher Sendungen effizienter, ressourcenschonender und damit nachhaltiger gestaltet werden. Die BaustellenBox funktioniert wie eine Paketbox, kann aber auch großvolumige und schwere Sendungen aufnehmen und nach Beendigung der Bautätigkeiten an eine andere Baustelle verlegt werden. Das Vorhaben Baustellenboxen stellt damit einen wichtigen Baustein der Initiative „Sustainable Urban Logistics Planning“ (SULP) des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) dar, die Kommunen und Logistikakteuren Leitlinien und Handreichungen für eine nachhaltige Logistik auf der letzten Meile bereitstellt.
Das Projekt wird daher im Auftrag des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), Abteilung II/7-Logistikkoordination durchgeführt.
| Projektpartner | GREGORI Consulting – www.gregori.cc M.G. Rabl Consulting – RabCon Constrct Solutions FlexCo – www.constrct.eu zahlreiche LOI-Partner |
| Projektlaufzeit | 01/2026 bis 05/2026 |
| Finanzierung | Das Projekt wird vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), Abteilung II/7-Logistikkoordination beauftragt. |
| Ansprechpartner | DI Gerald Gregori Managing Partner GREGORI Consulting Tuchlauben 8/501, 1010 Wien +43 664 6245472 mail@gregori.cc |
Zustellungen von Material und Werkzeugen an Baustellen erfolgen zunehmend auch als Paket- oder Stückgutsendung. Bauunternehmen und andere Gewerke bestellen mehrmals wöchentlich Produkte, die per Paketdienstleister oder Stückgutspedition auf die Baustelle zugestellt werden. Typische Produktgruppen sind hier Befestigungstechnik, Kleinmaschinen, Arbeitsschutz, HKLS-Material, Elektroinstallationsmaterial, Zubehör etc.
Auf Baustellen herrscht jedoch meist eine hohe Komplexität, weil unterschiedliche Gewerke, Subunternehmer und temporäre Arbeitskräfte parallel tätig sind, was zu folgenden Problemen bei Anlieferungen durch Paketdiensten und Speditionen führen kann:
Als Lösungsansatz, vor allem im urbanen Raum, kann der Einsatz einer „BaustellenBox“ die Zustellung solcher Sendungen effizienter, ressourcenschonender und damit nachhaltiger gestalteten.
Die BaustellenBox funktioniert wie eine Paketbox, ermöglicht also eine sichere und protokollierte Zustellung, ohne dass eine persönliche Übergabe erforderlich ist. Sie kann aber auch großvolumige und schwere Sendungen aufnehmen und nach Beendigung der Bautätigkeiten an eine andere Baustelle verlegt werden. Das Vorhaben Baustellenboxen stellt damit einen wichtigen Baustein der Initiative „Sustainable Urban Logistics Planning“ (SULP) des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) dar, die Kommunen und Logistikakteuren Leitlinien und Handreichungen für eine nachhaltige Logistik auf der letzten Meile bereitstellt.
Das Projekt gliedert sich in folgende Phasen:
Detaillierte Problemanalyse zum Thema Baustellenboxen (inkl. Adressierung und Behandlung artverwandter Bereiche)
Abstimmung mit Stakeholdern in den Themengebieten Baustellen, Baustellenbelieferung und Baustellenboxen sowie mit kommunalen Stakeholdern.
Entwicklung von Lösungen für identifizierte Probleme.
Die BaustellenBox liefert zu folgenden Punkten der strategischen Agenda von Logistik2030+ konkrete Beiträge:

Credits: GREGORI Consulting (erstellt mit Google Gemini)
Im technischen Service, in der Montage und im Handwerk löst B2S eine Grundproblematik moderner urbaner Logistik: Material wird heute vielfach personengebunden bestellt, abgeholt und transportiert. Hochqualifiziertes Technikpersonal soll künftig von diesen Aufgaben entlastet und durch die Logistik optimal serviciert werden.
B2S – Business‑to‑Site schafft ein Konzept, bei dem eine Anlage selbst Material anfordert und die Lieferung direkt “on site” erfolgt – im Beispiel der Aufzugswartung z. B. in einen Aufzugsschacht, in die Kabine oder in speziell geschaffene Micro‑Logistikfächer. Die Eliminierung einer gesamten Lager‑ und Transportstufe steigert Effizienz und Flexibilität der Serviceprozesse, reduziert Verkehrsleistung und ermöglicht neue, nachhaltige Logistikkonzepte im urbanen Raum.
Der Umsetzungspilot erfolgt im Umfeld der Aufzugsbelieferung und liefert wertvolle Erkenntnisse für ein skalierbares Konzept.
| Projektpartner | KONE AG ECONSULT Betriebsberatungsges.m.b.H. |
| Projektlaufzeit | 01/2026 bis 12/2027 |
| Finanzierung | Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gefördert und im Rahmen des Programms Logistikförderung durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt. |
| Ansprechpartner | René Gutschi Logistics Manager Austria KONE AG Lemböckgasse 61 1230 Wien |
Der technische Außendienst ist heute stark geprägt von personengebundenen Beschaffungsprozessen: Techniker:innen bestellen, holen ab und transportieren Material selbst. Dies führt zu Zeitverlusten und ineffizienter Ressourcennutzung – insbesondere in urbanen Räumen mit komplexen Anfahrten, begrenzten Flächen und steigendem Serviceaufkommen. Der entscheidende Engpass: Nicht der Mensch braucht das Material – die Anlage braucht das Material. Trotzdem erfolgt der Bestellprozess heute Großteils personenzentriert. Damit ist die Auftragsabwicklung frühzeitig „gekoppelt“ und verliert an Flexibilität.
Ziel von B2S:
B2S entwickelt ein innovatives Direktbelieferungskonzept, welches Anlagen, Gebäude und technische „Sites“ zu aktiven Bestandteilen der Lieferkette macht. Kern ist das Verschieben des Entkopplungspunktes weit nach hinten: Die Anlage erhält Material direkt geliefert, unabhängig davon, welcher Techniker später den Auftrag bearbeitet.
Zentrale Elemente des Projekts:
Ein Monitoring begleitet die beiden Testphasen mit qualitativen und quantitativen Erhebungen, welche als Grundlage für die Evaluierung der Roll-out und Scale-up Szenarien dienen und ein Impact Assessment ermöglichen.
B2S leistet einen starken Beitrag zu mehreren Kernzielen der Initiative Logistik2030⁺:

© KONE AG
Transporträder statt Pkw: Potenziale für den betrieblichen Einsatz
Transporträder ersetzen im privaten Bereich zunehmend Pkw-Fahrten. Um dieses Potenzial auch im betrieblichen Kontext voll auszuschöpfen, braucht es gezielte Impulse und vor allem Wissen darüber, welche Branchen mit welchen Transporträdern und Informationen erfolgreich zum Umstieg motiviert werden können.
Genau hier setzt das FFG-Forschungsprojekt „ANTRIEB – Anreize zur betrieblichen Transportradnutzung“ an. Unser Fokus liegt dabei auf Betrieben im Service- und Dienstleistungsverkehr. Neben der Frage, wie Bund, Länder und Gemeinden die betriebliche Nutzung von Transporträdern unterstützen können, untersuchen wir insbesondere, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Mitarbeiter:innen Transporträder im Arbeitsalltag tatsächlich annehmen und nutzen.
Im Rahmen des Projekts konnten wir sieben Betriebe in Wien und Graz gewinnen, die E-Transporträder bis zu einem Jahr lang kostenlos testeten. Dabei erlebten sie die Chancen und Herausforderungen der betrieblichen Nutzung über alle vier Jahreszeiten hinweg; ein wertvoller Praxiseinblick für die zukünftige Ausgestaltung von Fördermaßnahmen und Umstiegsstrategien.
| Projektpartner | Factum – apptec ventures GmbH TU Wien – FB Verkehrssytemplanung move Verein IGF- Die Radvokaten Grazer Energieagentur Ges.m.b.H Heavy Pedals |
| Projektlaufzeit | 11/2023 bis 03/2026 |
| Finanzierung | Das Projekt ist ein von der FFG gefördertes Forschungsprojekt im Rahmen der Ausschreibung: Mobilität (2022) Städte und Digitalisierung |
| Ansprechpartner | Karin Ausserer Wissenschaftliche Mitarbeiterin Factum – apptec ventures GmbH Slamastraße 42, 1230 Wien karin.ausserer@factum.at |
Transporträder haben großes Potenzial für den städtischen (Personen)Wirtschaftsverkehr. Die erfolgreiche Integration von Transporträdern in Betriebe erfordert eine sorgfältige Planung, angepasste Infrastruktur und spezialisierte Ausstattung sowie eine durchdachte Kombination aus praxisnaher Beratung, organisatorischer Offenheit und Motivation und Einbindung der Mitarbeitenden. Geeignete Rahmenbedingungen und unterstützende Maßnahmen wie Abstellmöglichkeiten, Wartungsverträge und realistische Kosten-Nutzen-Analysen können entscheidend zur Akzeptanz beitragen.
Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Transporträder bereits in vielen Branchen verbreitet sind (z.B. Essenszustellung) im städtischen Service- und Dienstleistungsverkehr, besonders für Handwerker und lokale Dienstleistungen, aber noch kaum Verwendung finden.
Welche Anforderungen für eine innerbetriebliche Nutzung von Transporträdern im Service- und Dienstleistungsverkehr notwendig sind, ist Thema des Forschungsprojektes Antrieb – Anreize zur betrieblichen Transportradnutzung.
Dabei werden folgende Kernfragen behandelt:
ANTRIEB soll dabei eine solide Erkenntnisgrundlage liefern, wie Servicebetriebe moderne E-Transporträder in ihre täglichen Betriebsaktivitäten integrieren können.
Im Rahmen des Projekts Antriebs analysiert das Forschungskonsortium bestehende innerstädtische Fördersysteme und arbeitet eng mit Betrieben sowie Interessenvertretungen zusammen, um die spezifischen Anforderungen geeigneter Branchen besser zu verstehen.
Zu Projektbeginn wurden jene Branchen sondiert, für die E-Transporträder aufgrund täglicher Anforderungen wie Wegelängen, Transportkapazitäten und betrieblicher Abläufe eine praktikable Alternative darstellen. Aufbauend darauf erfolgten Besuche von Best-Practice-Betrieben sowie Expert:inneninterviews. In weiterer Folge nahmen vier Betriebe in Wien und drei Betriebe in Graz an einem begleiteten Testbetrieb teil.
Parallel dazu wurde Wissen zu relevanten Rahmenbedingungen gesammelt und analysiert, insbesondere zu:
Nach Abschluss des Testbetriebs mit E-Transporträdern und durchwegs positiven Erfahrungen mit einem emissionsfreien Fuhrpark über alle Jahreszeiten hinweg entschieden sich vier der teilnehmenden Betriebe, dauerhaft auf Transporträder zu setzen und diese anzukaufen.
Einer dieser Betriebe ist der Rauchfangkehrerbetrieb von Christian Habacht mit Standorten im 21. und 15. Wiener Gemeindebezirk. Im 15. Bezirk sind die Mitarbeiter:innen inzwischen vollständig autofrei unterwegs und nutzen E-Transporträder sowie E-Bikes. Die Beschäftigten wurden mit individuell passenden Rädern ausgestattet, was zu der höchsten Nutzungsfrequenz aller Testbetriebe führte: Im Durchschnitt blieben die Räder pro Monat lediglich an fünf Arbeitstagen ungenutzt, die Wintermonate eingeschlossen.
Städtische Rauchfangkehrbetriebe verfügen über lokal klar abgegrenzte Geschäftsgebiete, wodurch kurze Distanzen und viele kurze Fahrten entstehen, ideale Voraussetzungen für den Einsatz von E-Transporträdern.
Ein anderes Bild zeigte sich beim Betrieb Ammon Raumbegrünung im Wiener Neubau. Hier wurde an einem Tag eine maximale Fahrdistanz von 60 km gemessen; insgesamt legte der Betrieb in zehn Testmonaten rund 1.080 km mit dem E-Transportrad zurück. Anders als bei Rauchfangkehrern verfügt Ammon über ein Einzugsgebiet im gesamten Wiener Stadtgebiet. Dennoch erwiesen sich E-Transporträder als besonders vorteilhaft, etwa in Fußgängerzonen mit Radfahrerlaubnis wie der Mariahilfer Straße.
Die zentralen Ergebnisse des Projekts sind:
Das Projekt zeigt, dass E-Transporträder bei geeigneten Rahmenbedingungen einen wesentlichen Beitrag zu einer klimaneutralen, flächeneffizienten und resilienten urbanen Logistik leisten können.
E-Transporträder stellen in unterschiedlichen Branchen eine praxistaugliche Alternative zum Kfz dar. Die Ergebnisse des Projekts liefern konkrete Handlungsgrundlagen für Betriebe und öffentliche Hand, um den Antriebswandel, intermodale Flotten und Verhaltensänderungen im Sinne von Logistik 2030+ gezielt zu beschleunigen.
Info-Folder und Toolbox für Betriebe stehen unter folgendem Link zum Download zur Verfügung: https://www.klimaentlaster.at/download
Info-Folder (A5, 12 Seiten) – Einführung zu den wichtigsten betrieblichen Fragen
Toolbox für Betriebe (A4, 11 Seiten) – Praxisnahe Tipps für Betriebe, die den Umstieg auf’s Transportrad überlegen





© Projektkonsortiu, Fotos: Peter Provaznik
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