Baustellenlogistik

Die Bauwirtschaft, die mit einem Anteil von rund 25 % am gesamten Güterverkehrsaufkommen in Wien beteiligt ist, bietet erhebliche Potenziale, das damit verbundene Verkehrsaufkommen zu reduzieren bzw. nachhaltiger zu gestalten. Um neue Ansätze zur Optimierung der Baustellenlogistik bei Mittel- und Großbaustellen im Hoch- und Tiefbau zu finden, beleuchtet die Stadt Wien – Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) gemeinsam mit UIV Urban Innovation Vienna in Kooperation mit thinkport VIENNA die aktuell angewendeten baulogistischen Vorgaben bei Bauvorhaben sowie die dafür zur Verfügung stehenden Instrumente.

Weiters wurde im Rahmen des Programms Logistik 2030+ das Pilotprojekt „CO₂-neutrale Baustelle“ initiiert. Ziel des Projekts ist die Elektrifizierung von Infrastrukturbaustellen als Beitrag zu einer ressourcenschonenden und emissionsarmen Bauabwicklung. Zwei Wasserleitungsbaustellen im 14. Bezirk Wiens (Alpengartenstraße und Waldweg) dienen als Praxisbeispiele zur Erprobung neuer Logistikkonzepte und des Einsatzes elektrisch betriebener Baumaschinen. Die wissenschaftliche Begleitung durch externe Partner sichert eine belastbare Vergleichbarkeit mit konventionellen Baustellen.

Die sich daraus ergebenden Erkenntnisse und Vorschläge bilden die Grundlage für einen auszuarbeitenden Katalog von Handlungsempfehlungen für städtische Planungsprozesse.

Informationen: https://Link eintragen und verlinken!

ProjektpartnerMagistrat der Stadt Wien – Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) UIV Urban Innovation Vienna Thinkport Vienna PORR AG Technische Universität Wien Wirtschaftskammer Wien
Projektlaufzeit03/2025 – laufend
FinanzierungMagistrat der Stadt Wien – Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) Wirtschaftskammer Wien
AnsprechpartnerDI (FH) Sarah Bittner-Krautsack, MBA Referatsleitung Mobilitätsstrategien Magistrat der Stadt Wien – Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) Rathausstraße 14-16, 1082 Wien, Österreich post@ma18.wien.gv.at

DI Andrea Faast Leiterin Standort und Infrastrukturpolitik Wirtschaftskammer Wien Straße der Wiener Wirtschaft 1, 1020 Wien, Österreich andrea.faast@wkw.at

1. Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung

Das zunehmende Bevölkerungswachstum der Stadt Wien und die damit verbundene Verdichtung von Bauvorhaben im Neubau, auch in Stadtentwicklungsgebieten, sowie in der Sanierung von Bestandsgebäuden erfordern eine effiziente und nachhaltige Organisation der Baustellenlogistik. Um diese Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig Umwelt- und Verkehrsbelastungen zu minimieren, ist es essenziell, baustellenlogistische Maßnahmen frühzeitig und systematisch in (Vor-)Planungs-, Ausschreibungs- und Genehmigungsprozessen öffentlicher Bauvorhaben zu integrieren.

Ziel der Bearbeitung ist es, herauszufinden, welche Hebel und Potenziale der Stadt Wien zur Verfügung stehen, um Maßnahmen zur nachhaltigen Baustellenabwicklung bei (öffentlichen) Bauvorhaben zu verankern und welche Vorgaben und Maßnahmen in der Praxis bereits funktionieren. Der Fokus des Projektes liegt dabei auf Maßnahmen der Transportminderung bei der Baustellenabwicklung.

2. Projektbeschreibung

Die Bauwirtschaft ist mit rund 25 % maßgeblich am gesamten Güterverkehrsaufkommen in Wien beteiligt und stellt somit einen entscheidenden Hebel zur Reduktion verkehrsbedingter Emissionen dar. Vor diesem Hintergrund wurden im Rahmen des Programms Logistik 2030+ zwei eng miteinander verknüpfte Projekte initiiert, die gemeinsam auf eine tiefgreifende Transformation der städtischen Baustellenlogistik abzielen.

Die Stadt Wien – Stadtentwicklung und Stadtplanung (MA 18) setzte sich in Kooperation mit UIV Urban Innovation Vienna und thinkport VIENNA mit den derzeit geltenden baulogistischen Vorgaben und Instrumente bei Hoch- und Tiefbauvorhaben auseinander. In Interviews mit Planungsexpertinnen, Logistikdienstleistern und Ziviltechnikerinnen wurden praxisnahe Herausforderungen, Erfahrungen und Verbesserungspotenziale identifiziert, die in stadtintern in Handlungsempfehlungen zur Baustellenlogistik einfließen.

Parallel dazu erprobt das Pilotprojekt „CO₂-neutrale Baustelle“ ab Frühjahr 2025 den ausschließlichen Einsatz elektrisch betriebener Baumaschinen auf zwei Infrastrukturbaustellen im 14. Wiener Gemeindebezirk (Alpengartenstraße und Waldweg). Ziel ist es, innovative, ressourcenschonende und emissionsfreie Baustellenlogistiklösungen unter realen Bedingungen zu testen. Dabei werden neben der technischen Machbarkeit auch organisatorische, wirtschaftliche und ökologische Rahmenbedingungen beleuchtet.

Für die wissenschaftliche Evaluierung wurde die Technische Universität Wien durch die Wirtschaftskammer Wien beauftragt. Die TU Wien übernimmt die systematische Dokumentation des Geräteeinsatzes, erstellt einen fundierten Endbericht und leitet konkrete Maßnahmen sowie Handlungsempfehlungen für eine breitere Implementierung CO₂-neutraler Baustellen ab. Besonderes Augenmerk liegt auf der Vergleichbarkeit mit konventionellen Baustellen hinsichtlich Zeitaufwand, Kostenstruktur, CO₂-Bilanz, logistischer Prozesse sowie arbeits- und sicherheitsrelevanter Aspekte.

Die Ergebnisse beider Vorhaben sollen als strategische Grundlage für künftige städtische Bauprojekte dienen. Ziel ist es, sowohl der öffentlichen Hand als auch der Bauwirtschaft realistische, praxisorientierte Wege aufzuzeigen, wie Baustellen künftig effizienter, emissionsärmer und gesellschaftlich verträglicher umgesetzt werden können. Damit leistet Logistik 2030+ einen wichtigen Beitrag zur klimafitten Stadtentwicklung und zur Transformation der Wiener Bauwirtschaft hin zu einer CO₂-neutralen Zukunft.

3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+

Im Rahmen von Logistik 2030+ leisten die Projekte Handlungsempfehlungen zur Baustellenlogistik der Stadt Wien und die CO₂-neutrale Baustelle einen zentralen Beitrag zur Reduktion verkehrs- und baustellenbedingter Emissionen im urbanen Raum. Die Ergebnisse fließen in einen strategischen Maßnahmenkatalog ein, der als Grundlage für zukünftige städtische Bauprojekte dient.

Damit adressieren die Projekte zentrale Themenfelder wie
– Zero Emission,
– Neue Logistikkonzepte und die
– Last Mile (R)Evolution.

Sie fördern die Transformation der Wiener Bauwirtschaft hin zu klimafitten, ressourcenschonenden und gesellschaftlich verträglichen Bauprozessen

© Logistik2030+

Projektbericht „Die CO2-neutrale Baustelle“

Masterplan Urbane Logistik

Im Regierungsprogramm der Wiener Fortschrittskoalition wurde die Planung eines Logistik Masterplans für die Stadt Wien zum Zweck einer effizienteren Zulieferung in der Stadt verankert. Dabei wurde bereits vorab festgelegt, dass bis zum Jahr 2030 der innerstädtische Lieferverkehr vollständig auf kleinere und emissionsfrei betriebene Fahrzeuge umzustellen ist.

Für die Erstellung ebendieses Masterplans als eine Bereichsstrategie im Sinne des oben dargestellten Wiener Klimapakts erarbeitet die Magistratsabteilung 18 der Stadt Wien („Projektauftraggeberin“) in Kooperation mit Auftragnehmer WIENER LOKALBAHNEN GmbH ein Wirtschaftsverkehrskonzept für die Bundeshauptstadt. Im Zuges des Projektes wird auf einen breiten Dialogprozess mit allen Share- und Stakeholdern in der Stadt und Region gesetzt. Das Vorhaben soll dabei auch die EU-Kriterien eines „sustainable urban logistic plans“ erfüllen.

ProjektpartnerStadt Wien – MA 18
Wiener Lokalbahnen – Kompetenzzentrum Logistik
BFI FH Wien
Projektlaufzeit2023-04/2026
FinanzierungEigenmittel der Stadt Wien
AnsprechpartnerDIin (FH) Sarah Bittner-Krautsack, MA
Referatsleiterin – Mobilitätsstrategien
MA18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung
Rathausstraße 14-16, 6. Stock, Zimmer 633, A-1082 Wien
Telefon: +43 1 4000 88841
sarah.bittner-krautsack@wien.gv.at

DI Alexander Schmidbauer
Referent Wirtschaftsverkehr + ÖV
MA18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung
Rathausstraße 14-16, 6. Stock, Zimmer 634  A-1082 Wien
Telefon: +43 1 4000 88833
alexander.schmidbauer@wien.gv.at

Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+

Erstmalige Zusammenführung diverser Einzelprojekte und Ansätze aus L2030+ zu einer zukünftigen Gesamtstrategie für den Wirtschaftsverkehr in Wien. Das Vorhaben soll dazu aus allen Bereichen Maßnahmen des Aktionsplans L2030+ vereinen, wobei der „Masterplan Urbane Logistik“ selbst dezidiert unter den Themenpunkt „Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Entwicklung festlegen“ fällt und den Schwerpunkt „Koordination / Steuerung / Regulative“ abdeckt.

Konzeptentwicklung eines Konsolidierungszentrums für die zirkuläre Baulogistik in Wien (KONZIB)

Zielsetzung des Projektes KONZIB ist die Minderung von Externalitäten innerstädtischer Baulogistikprozesse sowie die ganzheitliche Optimierung dieser Prozesse. Dabei wird untersucht, wie Baulogistikzentren in bestehende Strukturen eingebettet werden können und welche verkehrlichen Auswirkungen sowie Umwelteffekte entstehen. Es werden Optimierungs- und Simulationsmodelle entwickelt um diese Effekte zu analysieren und konkrete Fallstudien in Wien (Green Field, Brown Field) zu untersuchen. Abschließend werden evidenzbasierte Umsetzungsempfehlungen für ressourcensparende, kreislauffähige und zugleich verkehrsmindernde Baulogistikprozesse in Wien erarbeitet.

ProjektpartnerWissenschaftliche Partner:
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Produktionswirtschaft und Logistik

Unternehmenspartner:
Competence Center City-Logistik, WienIT GmbH
Schachinger Logistik Holding GmbH
SiteLog Austria GmbH
Wienerberger Österreich GmbH

LoI-Partner:
MA18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung
Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Bauten und Technik (Stadtbaudirektion)
Thinkport Vienna
Projektlaufzeit09/2023 – 08/2026
FinanzierungDas Projekt wird im Rahmen der Ausschreibung 2022 Städte und Digitalisierung (Themencluster Mobilität; Ausschreibungsschwerpunkt: Bedarfsorientierte Lösungsbausteine für klimaneutrale Städte in Österreich) von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) und im Rahmen des FTI-Schwerpunkts Mobilitätswende durch das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) gefördert.
AnsprechpartnerProf. Manfred Gronalt (Projektleitung)
BOKU University, Department für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
Institut für Produktionswirtschaft und Logistik
Feistmantelstraße 4, 1180 Wien
konzib@boku.ac.at
+43 01 47654 73411

1Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung

Bedürfnisse wie Wohnraum, Infrastruktur oder Arbeitsplätze der wachsenden Bevölkerung in Ballungsräumen, jedoch auch gesetzte Ziele wie klimaneutrale Städte mit gleichzeitig hoher Lebensqualität bedingen große Herausforderungen für innerstädtische Baulogistikprozesse. So gilt es, deren externe Effekte für die Etablierung klimaneutraler Städte zu mindern, und zugleich Kreislaufwirtschaft in dem Bereich zu fördern.

Das Ziel dieses Projekts ist, in Zusammenarbeit mit den Hauptakteur:innen die innerstädtische Baulogistik nachhaltig zu transformieren, indem bestehende Herausforderungen adressiert werden und ein wesentlicher Beitrag zur klimaneutralen Stadt und kreislauffähigen Bauwirtschaft geleistet wird. Innovative Lösungskonzepte sollen wissenschafts- und evidenzbasiert analysiert und mit der Expertise von Unternehmenspartner:innen erarbeitet werden.

Es werden relevante Prozesse der Baulogistik mit und ohne einem Baulogistikzentrum analysiert sowie die Ressourceneinsätze erhoben, klassifiziert und kategorisiert. Darauf aufbauend wird ein Baulogistikkonzept entwickelt, simuliert und optimiert, und in Bezug auf Zielkriterien wie zum Beispiel Emissionsreduktion, Kreislauffähigkeit und der Forcierung von reverse logistics analysiert. Das Projekt sieht hier auch die Konzeptübertragung auf zwei konkrete Fallbeispiele im Raum Wien vor. Schließlich sollen die Erkenntnisse in einen Katalog eingebettet werden, der konkrete Umsetzungsempfehlungen nachhaltiger Baulogistikkonzepte in Wien bzw. in urbanen Räumen enthält.

Die übergeordneten Ziele des Projekts können folgendermaßen zusammengefasst werden:

Hauptziel 1: Analyse der relevanten Prozesse der Baulogistik mit und ohne einem Baulogistikzentrum sowie Erhebung und Klassifizierung der Ressourceneinsätze gegliedert nach den Hauptakteur:innen.

Hauptziel 2: Entwicklung, Simulation und Optimierung eines Baulogistikkonzepts, welches Emissionen reduziert und die Kreislaufwirtschaft als auch den vermehrten Einsatz von reverse logistics fördert sowie die Übertragung des Konzepts auf konkrete Fallbeispiele in Wien.

Hauptziel 3: Ableitung von konkreten Empfehlungen für die Umsetzung eines nachhaltigen Baulogistikkonzepts in Wien

2. Projektbeschreibung

KONZIB analysiert die Verkehrs- und Umweltwirkungen einer ressourcenschonenden und kreislauffähigen Baulogistik, indem innovative Logistiklösungen (Baulogistikzentrum) konzipiert und computergestützt simuliert werden. Dieser vielversprechende Lösungsbaustein zur Reduktion von Baustellenverkehren und negativen externen Effekten des Bausektors wird anhand zwei konkreter Anwendungsfälle (Green Field, Brown Field) in Wien analysiert und bildet somit die Basis für die Ableitung von evidenzbasierten Umsetzungsempfehlungen.

Die angewendeten Methoden zur Erreichung der Ziele sind vielfältig. Einerseits sollen im Rahmen des Projekts der IST-Zustand der Prozessabläufe mithilfe von Expert:inneninterviews und Literaturrecherche erarbeitet, andererseits mithilfe des Know-hows und der Zugangsmöglichkeiten des Konsortiums quantitativ erhoben werden und mithilfe von Prozessmodellierung abgebildet und analysiert werden.

Dies bedeutet, dass die erhobenen Prozesse, nach Akteur:innen aufgeschlüsselt, graphisch dargestellt werden und dadurch eine umfangreiche Prozessevaluierung ermöglichen. Die Übersetzung der Prozessmodelle in ein computergestütztes quantitatives Simulationsmodell ermöglicht es, das Konzept in einer risikofreien Umgebung zu verifizieren und zu validieren sowie Szenarien zu testen und deren Auswirkungen zu analysieren.

Mithilfe definierter Indikatoren kann die Wirkung des Konzepts berechnet und bewertet werden. Für eine konkrete Anwendung eines nachhaltigen Baulogistikkonzepts wird die Integration eines potenziellen Baulogistikzentrums anhand zwei konkreter Fallbeispiele in Wien simuliert. Dazu werden Rahmenbedingungen erarbeitet und die Input Daten für das Simulationsmodell der Fallbeispiele erhoben. Im Simulationsmodell werden die Transportnetzwerke optimiert sowie die Auswirkungen des Konzepts berechnet und anhand von zuvor definierten Indikatoren bewertet. Die Projektergebnisse werden schließlich in Umsetzungsempfehlungen über-setzt, indem die Expert:innen in Workshops Input und Feedback geben und somit die Praxistauglich-keit und Übertragbarkeit garantieren.

Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+

Niederösterreich und Wien sind prosperierende und schnell wachsende Regionen. Für die Urbanregion Niederösterreich-Wien stellen demografische, ökonomische und ökologische Dynamiken Herausforderungen an die Baustellenlogistik (z.B. erhöhtes Güterverkehrsaufkommen verbunden mit Externalitäten wie Emissionen oder Nutzungskonflikte um die begrenzte Ressource urbaner Raum).

So können die Ergebnisse des Projektes KONZIB einen unterstützenden Beitrag dazu leisten, passende Strategien zur nachhaltigen Steuerung künftiger Güterverkehrsaufkommen in der Bezugsregion zu finden und damit Verkehrsminderungen ohne Leistungs/Qualitätsverlust zu erreichen.

Nextbox Plattform

Nextbox ist eine Plattform im Internet, über die kleine und mittlere Unternehmen Fächer in Paketboxen für ihr Unternehmen oder ihre Kundschaft buchen können. Diese Unternehmen können über ein einheitliches System alle Paketboxen der angebundenen Paketboxen-Betreiber bedienen.

Alle diese Paketboxen sind sogenannte „white label“ Boxen – d.h. sie stehen zu vielfältiger Nutzung für interessierte Unternehmen zur Verfügung. Dieser Zusatzservice für Kundinnen und Kunden zielt darauf ab, regionale Unternehmen zu unterstützen.

Um allen Nutzer*innen, sowohl bestehenden als auch zukünftigen, eine einfache und einheitliche Möglichkeit zur Buchung eines Faches zu bieten, werden möglichst viele White-Label-Paketboxen-Betreiber*innen in die Nextbox Plattform integriert.

Informationen: www.nextbox.at

ProjektpartnerWiener Stadtwerke Gruppe Magistrat der Stadt Wien – Stadtentwicklung und Stadtplanung Wirtschaftskammer Wien
Projektlaufzeit01/2025 bis laufend
FinanzierungWiener Stadtwerke Gruppe und Nutzer*innen
AnsprechpartnerJohanna Schenk Marketing & Vertrieb Nextbox WienIT GmbH Thomas-Klestil-Platz 13 1030 Wien Österreich info@nextbox.at

1. Ausgangssituation, Problemstellung, Zielsetzung

Der wachsende E-Commerce hinterlässt einen erheblichen ökologischen Fußabdruck. Da es sich bei den Lieferketten um komplexe Systeme handelt, ist die Bestimmung von Emissionen und die Entwicklung von Optimierungsmaßnahmen komplex und erfordert ein tiefes Verständnis der Anforderungen und Verhaltensmuster aller Akteure. Genaue Daten variieren je nach Land, Studienzweck und Methodik.

Die oft isolierte Sichtweise nur eines Players im E-Commerce-Ökosystem liefert oftmals lediglich punktuelle Erkenntnisse. Negative Auswirkungen auf den ökologischen Fußabdruck entstehen durch fehlgeschlagene Lieferungen, eine hohe Anzahl von Retouren, unnötig große Verpackungen oder die Lieferung von Einzelartikeln.

Die Last-Mile Zustellungen an die (Privat-)Kund*innen verursachen oft deutlich mehr Fahrzeugkilometerals Lieferungenan einen Hub oder eine Paketstation. Auch die Wahl des Transportmittels ist ein entscheidender Faktor. Die Situation wird dadurch verschärft, dass Verbraucher kaum oder gar nicht über die Auswirkungen ihrer Lieferentscheidungen informiert werden und selten Anreize für ein bewusst nachhaltiges Handeln erhalten.

2. Projektbeschreibung

Auf Basis des Vorgängerprojektes WienBox zentralisiert die Nextbox Plattform den Zugang zu allen White-Label-Paketboxen in Österreich und bietet Unternehmen die Möglichkeit Österreichweit Fächer in über 1.400 Paketboxen zu buchen und zu verwalten.

Mit der Nextbox Plattform können in Echtzeit Informationen von Paketboxen abgerufen werden, damit gezielt verfügbare Fächer gebucht werden können. Um die Nextbox Plattform zu verwenden, besteht die Möglichkeit, sich an die Software-Schnittstelle von Nextbox anzubinden (API zur Nextbox Plattform), oder die Plattform über das Webportal zu nutzen.

Für den Handel: Mit der Lösung von Nextbox bieten Handelsunternehmen ihrer Kundschaft die Möglichkeit, bestellte Produkte bequem aus einer Paketbox in ihrer Nähe abzuholen – jederzeit, ganz nach dem persönlichen Zeitplan. Ob am Abend, am Wochenende oder früh morgens auf dem Weg ins Büro, die Abholung passt sich bequem und individuell dem Alltag an – ganz entsprechend den Bedürfnissen der heutigen Zeit.

Für die Dienstleistung: Firmen, die Gegenstände bearbeiten (z. B. reinigen, reparieren, nähen), können mithilfe von Paketboxen einen Service zum Bringen und Abholen unabhängig von den Öffnungszeiten anbieten. Das spart Wartezeiten und ist praktisch, wenn die Bearbeitung klar definiert ist oder standardisiert abläuft – flexibel und kundenfreundlich.

Für den Verleih: Verleihgeschäfte über eine Paketbox bieten einen komfortablen Zusatzservice: Die Kundschaft kann sich Geräte bequem außerhalb der Öffnungszeiten leihen oder zurückbringen, z. B. nach Büroschluss oder am Wochenende. Das spart Wartezeiten und ist besonders hilfreich bei bereits bekannten Geräten.

3. Wirkung und Beitrag zu Logistik2030+

Das Projekt Nextbox liefert einen Beitrag zu den Themen-Clustern: – Zero Emission – Neue Logistikkonzepte – Last Mile (R)Evolution Durch die österreichische Projektbeteiligung ist es möglich, im Zuge von Erhebungen, Entwicklungen und Pilotierungen direkt Partner und Lösungen in der Region Niederösterreich-Wien zu adressieren.

Die Erkenntnisse und Ergebnisse aus dem Projekt sollen entsprechend in die Initiative Logistik2030+ eingebracht werden. Auf organisatorischer Ebene sind Vertreter der WKW und der Stadt Wien in das Stakeholder-Advisory-Board des Projektes nominiert – dort werden die Erkenntnisse aus dem Gesamtprojekt auf internationaler Ebene periodisch präsentiert und kommuniziert.

© NextBox https://www.nextbox.at/

„Wie baut man CO2-frei“ ein Pilotprojekt in Wien zeigt, wie es geht

Im 14. Wiener Bezirk wird derzeit ein Wasserrohr verlegt. Die Baustelle dazu ist ein Vorzeigeprojekt für klimafreundliches Bauen beauftragt von der Stadt Wien und der WKW. Logistik 2030+ war bei der Baustellenbesichtigung mit dabei.

Zum Einsatz kommen:

  • 35 vollelektrische Baugeräte, darunter ein Bagger in Standardgröße
  • Ein eigens entwickelter Stromkasten mit 14 Anschlüssen und integrierten Smart Metern zur Steuerung der Ladezeiten der einzelnen Geräte, um Lastspitzen zu vermeiden.
  • Versorgt mit Ökostrom von Wien Energie über einen eigenen Anschluss mit Zähler in einem nahegelegenen Wohngebäude
  • Ein zusätzlicher 100 KW Stromspeicher ermöglicht das Weiterarbeiten mit Kabel, wenn die Batterieleistung der Geräte zu niedrig wird
  • HV100-Biodiesel in der Belieferung für schwere LKW mangels verfügbarer E-Lösungen
  • Elektrische Fahrzeuge für die Bauleitung und Mannschaft
  • Monitoring durch die TU Wien (im Auftrag der WKW), um Daten zu gewinnen und Prozesse zu verbessern

Die ersten Rückmeldungen sind durchwegs positiv:
Die Bauzeit wird eingehalten, lärmintensive Fahrgeräusche entfallen, die tägliche Ladeplanung funktioniert zuverlässig.
Das Projekt liefert zahlreiche Erkenntnisse – von der Planung über die Infrastruktur bis zur Funktionalität und dem Einsatz der Geräte. Ziel ist, beim nächsten Mal noch schneller und effizienter umzusetzen.

Grätzl-Ladezonen statt „Fleckerlteppich“

In 3 neu eingerichteten Grätzl-Ladezonen dürfen Betriebe und Anrainer (!) in der Wiener Josefstadt ab sofort, sowohl für Ladetätigkeiten als auch kurzfristig bis zu 10 Minuten halten und Einkäufe ausladen. Es ist lediglich ein Parkschein erforderlich.

Berechnet werden die optimalen Standorte durch die Wirtschaftskammer Wien, auf Basis des Logistik 2030+ Pilotprojektes „Ladezonenrechner“, der von der TU-Wien entwickelt wurde. Ein Logistik-Projekt der Wirtschaftskammer Wien mit großem Nutzen und Ausbaupotenzial.

https://www.diepresse.com/19736368/in-wien-gibt-es-nun-graetzel-ladezonen-fuer-anrainer

Zwölf neue Unternehmen für emissionsfreie Citylogistik: Kooperationsprojekt „Zero Emission Transport“ wächst weiter

Das von der Wirtschaftskammer Wien initiierte Kooperationsprojekt „Zero Emission Transport“ (ZET) ist ein starkes Zeichen für klimafreundliche Stadtlogistik.

Seit Juni 2024 erledigen teilnehmende Unternehmen ihre Fahrten im ersten und zweiten Wiener Gemeindebezirk soweit wie möglich emissionsfrei.

Die Zahl der „Zero-Emission-Transport“-Betriebe wächst nun auf 43. Neu dazugekommen sind namhafte Unternehmen:  Attensam, Bogensberger Vermessung ZT GmbH, Brau Union, Felber, Frankstahl, Gewista, Hödlmayr Logistics, Logwin Solutions, REWE, TK Aufzüge, TR Hygiene & Papier sowie WienIT.

Die Wiener Wirtschaft zeigt, dass Klimaschutz und wirtschaftlicher Erfolg Hand in Hand gehen können. Das Projekt wird wissenschaftlich durch die FH des BFI Wien begleitet, die Daten erhebt und Optimierungspotenziale identifiziert.

In den ersten sechs Monaten der Projektlaufzeit wurden im Projektgebiet bereits 450.000 Kilometer emissionsfrei zurückgelegt und rund 125 Tonnen CO₂ eingespart. Dies entspricht der Menge Kohlendioxid, die 10 Hektar Wald pro Jahr absorbieren. Das Potenzial ist jedoch noch viel höher, wenn noch mehr Betriebe 100 % ihrer Fahrten emissionsfrei abwickeln.

Das Projekt ist ein sichtbarer Beitrag zur Vision einer CO₂-neutralen Stadt bis 2040.

Mehr Informationen und die Liste aller teilnehmenden Unternehmen finden Sie unter www.wko.at/wien/zet.

Rückblick und Ausblick: Schlussbericht 2020-2024 sowie Umsetzungsbericht 2024 veröffentlicht

Mit der Veröffentlichung des jährlichen Umsetzungs- und Fortschrittsberichts 2024, der wiederum einen Einblick in den Projektfortschritt sowie ausgewählte Bearbeitungsschwerpunkte bei Maßnahmen und Pilotprojekten gibt, endet die fünfjährige Umsetzungsphase des Aktionsplans Logistik 2030+.

Neben den beeindruckenden Zahlen – 97% der 133 Aktionen wurden bearbeitet und gesamthaft zu 85% abgeschlossen – gab es über den gesamten Umsetzungszeitraum zahlreiche Erfolge und Meilensteine, von denen einige Highlights im ebenso veröffentlichten Schlussbericht zur Umsetzung 2020-2024 zusammengefasst wurden.

Diese Auszeichnungen und Erfolge wären ohne die zahlreichen Stakeholder nicht möglich gewesen, die mit ihrer Expertise, ihren Pilotprojekten, ihrer Kooperationsbereitschaft und ihrem Einsatz für eine nachhaltige Logistik zum Gelingen beigetragen haben!

Im Schlussbericht wird auch auf die in 2024 erfolgte externe Evaluierung eingegangen, deren positives Ergebnis den Grundstein für die Fortschreibung von Logistik 2030+ für 2025-2030 legt, die im Frühjahr 2025 starten wird:

Die beiden Berichte können hier heruntergeladen werden:

Logistik 2030+ Pilotprojekte im neuen Vienna Green Economy Report

Klimaneutralität ist ein großes Anliegen, vor allem auch für die Stadt Wien. Sie hat sich dazu ambitionierte Ziele gesetzt. Das erfordert Engagement auf vielen Ebenen. Auch der Wirtschaft der Stadt kommt dabei eine wichtige Rolle zu. Der Report „Vienna Green Economy“ ist nun in seine dritte Auflage gegangen. Er zeigt ökonomische Wege, Chancen und Aktivitäten Wiens auf.

Im Bereich Mobilität werden darin auch die Logistik 2030+ Pilotprojekte Zero Emission Transport, Logstep und eTaxi Austria sowie Entwicklungen bei Paketboxen oder die Initiative KMU goes Intermodal vorgestellt.

Zur Presseaussendung: Dritter Green Economy Report mit Fokus auf Immobilien

Zum Report: Vienna Green Economy

eMOKON in der Wirtschaft NÖ

Einen kurzen Rückblick auf die diesjährige eMOKON in Teesdorf samt einer eindrucksvollen Erfolgsbilanz gibt es in der Wirtschaft NÖ. Mit dabei auch gleich ein Save-the-Date: Die nächstjährige eMOKON findet am 10.-11. September 2025 statt!

Eine ausführlichen Rückblick mit Vortragsunterlagen, Fotos und Videos gibt es außerdem auf der Veranstaltungswebsite: eMOKON – Das war 2024

Artikel aus der NÖ Wirtschaft (zum Vergrößern anklicken):

KEP Branchenreport 2024: Wiens Pakete brauchen täglich 12 Fußballfelder

Die Wirtschaftskammer Wien zeigt in ihrem KEP-Branchenreport 2024, dass die Menge an Paketsendungen weiter stark steigt. Im Vorjahr wurden in Wien 133 Millionen Pakete zugestellt.

„Pro Werktag werden in Wien 540.000 Pakete befördert“, erklärt Davor Sertic, Obmann der Sparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Wien. „Wenn man sie alle nebeneinander auflegt, dann entspricht das in etwa der Fläche von 12 Fußballfeldern.“ Insgesamt wurden 2023 rund 133 Millionen Pakete zugestellt, was der Fläche des gesamten Bezirks Simmerings entspricht.

Diese Zahlen gehen aus dem neuesten Branchenreport der Kurier-, Express- und Paketdienste (KEP) hervor, der alle zwei Jahre erscheint. Demzufolge erhält jeder Wiener Haushalt statistisch gesehen 112 Pakete pro Jahr, jedes Unternehmen sogar 150 Pakete. Während 2014 noch rund 53 Mio. Pakete befördert wurden, ist diese Zahl mittlerweile um fast 80 Mio. Pakete jährlich auf 133 Mio. angewachsen – das entspricht der 2,5-fachen Menge.

Die Paketmenge wird in den kommenden zehn Jahren weiter deutlich ansteigen und könnte sogar bis zu 250 Mio. erreichen. „Diese Zahlen unterstreichen die Wichtigkeit der KEP-Unternehmen für die Wiener Wirtschaft“, betont Sertic. „Ohne uns wäre Wien geliefert“, erklärt Katarina Pokorny, Obfrau der Kleintransporteure. „Denn Kleintransporteure sind Grundversorger: Ohne sie würden den Apotheken Medikamente fehlen, den Supermärkten Lebensmittel, den Firmen eilige Dokumente und Privathaushalten bestellte Waren.“

Zur Presseaussendung: Wiens Pakete brauchen täglich 12 Fußballfelder