Über Logistik 2030+

Projektvideo: Logistik 2030+ in 3 Minuten

Ausgangssituation

Niederösterreich und Wien sind prosperierende und schnell wachsende Regionen. Für die urbane Region Niederösterreich-Wien stellen in diesem Zusammenhang rasche demografische, wirtschaftliche und ökologische Veränderungen eine zentrale Herausforderung dar, insbesondere auch für die Logistik.

Bis 2030 wird in Wien ein Bevölkerungszuwachs auf 2 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner und in der weiteren Region auf 3 Mio. Einwohnerinnen und Einwohner erwartet. Dies wird unter anderem eine deutliche Zunahme des Verkehrs mit sich bringen. Alleine der Straßengüterverkehr in Niederösterreich könnte bis 2030 um 23% (Basis 2008) zunehmen.

In der erweiterten Centrope Region wird von einer noch wesentlich höheren Verkehrszunahme ausgegangen. Zunehmender Straßen(güter)verkehr hat wesentliche Auswirkungen auf die Bevölkerung (z.B. Emissionen, Konflikte um begrenzten Raum) und erschwert das Erreichen von Zielen der Raumplanung und der Stadt- und Regionalentwicklung.

Gleichzeitig führen technologische Entwicklungen, Änderungen in der Sendungs- und Flottenstruktur, zunehmende Regulierungen sowie Verlagerungen von Logistikflächen an den Stadtrand zu tiefgreifenden Veränderungen in der Logistik, insbesondere in städtischen Regionen. Diese Trends verdeutlichen, dass es neue passende Strategien braucht, die sich mit einer nachhaltigen Steuerung des zukünftigen Güterverkehrsaufkommens beschäftigen.

Projektbeschreibung

Um diese Herausforderungen zukunfts- und umsetzungsorientiert zu adressieren wurde das Kooperationsprojekt „Nachhaltige Logistik 2030+ Niederösterreich-Wien“ (kurz: Logistik 2030+) gestartet und dazu ein begleitender Stakeholderprozess abgewickelt. Im Oktober 2019 wurde darauf aufbauend der Aktionsplan Logistik 2030+ von den Ländern Niederösterreich und Wien gemeinsam mit den Wirtschaftskammern Niederösterreich und Wien vorgelegt und zur Umsetzung beschlossen.

Der Aktionsplan umfasst in acht Themenclustern insgesamt 35 Maßnahmen mit 133 Aktionen. Die Realisierungshorizonte sind jeweils kurz-, mittel- und langfristig ausgelegt, ein periodisches Monitoring der Umsetzung und die begleitende Entwicklung und Initiierung von Pilotprojekten ermöglichen eine rasche, praxisnahe Umsetzung.

Projektziele

Der Aktionsplan Logistik 2030+ verfolgt fünf Ziele in Niederösterreich und Wien:

  • Wir lösen Nutzungskonflikte im fließenden und ruhenden Güter- und Individualverkehr.
  • Wir sparen CO2.
  • Wir reduzieren das Verkehrsaufkommen ohne Verluste bei Leistung und Qualität.
  • Wir entwickeln Logistik- und Verkehrskonzepte, die auf breiten Konsens stoßen.
  • Wir entwickeln und begleiten Pilotprojekte.

Downloads

Die Träger des Projektes Logistik 2030+ (v.l.n.r.): DI Angelika Winkler (Stv.-Leiterin MA 18, Wien), Dr. Eva Hahn (Leiterin Außenwirtschaft & Verkehrspolitik WK Niederösterreich), DI Christian Popp (Gesamtverkehrsangelegenheiten NÖ), DI Andrea Faast (Leiterin Standort- und Infrastrukturpolitik, WK Wien)